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Zustand und Verbleib von Buckelwal vollkommen unklar

Nach der rätselhaften Freisetzung eines geschwächten Buckelwals im Skagerrak fehlt jede Spur von dem Tier. Experten äußern scharfe Kritik am Vorgehen.

Der Gesundheitszustand und der aktuelle Aufenthaltsort eines Buckelwals, der kürzlich im Skagerrak ausgesetzt wurde, bleiben ein Rätsel. Obwohl es Berichte über übertragene Vitalzeichen gibt, lassen sich diese Informationen laut Misryoum nicht unabhängig bestätigen.

Experten sehen die Überlebenschancen für den stark geschwächten Meeresbewohner als äußerst gering an. Sollte das Tier in der Tiefe verenden, ist ein Auffinden des Kadavers unwahrscheinlich, da der enorme Wasserdruck ein Aufsteigen an die Oberfläche verhindert.

*Diese Ungewissheit verdeutlicht, wie riskant und intransparent Rettungsversuche bei solch großen Wildtieren ablaufen können, wenn Standards missachtet werden.*

Der Transport und die anschließende Freisetzung des Wals verliefen unter umstrittenen Bedingungen.. Während der Vorbereitungen fehlte das vereinbarte Videosystem zur medizinischen Überwachung, was eine fachgerechte Begutachtung des Tieres vor dem Aussetzen unmöglich machte.. Beteiligte Geldgeber distanzierten sich inzwischen deutlich von der Art und Weise, wie die Aktion durchgeführt wurde.

Misryoum berichtet zudem von Vorwürfen, dass das Tier möglicherweise an der Fluke aus der Barge gezogen wurde. Meeresbiologen bezeichnen ein solches Vorgehen als fachlich unverantwortlich und extrem gefährlich, da hierbei schwere Verletzungen an der empfindlichen Schwanzflosse drohen können.

Die Bereederungsgesellschaft verteidigt den Vorgang als erfolgreich und sicher.. Dennoch bleibt der genaue Ablauf im Verborgenen, da keine Bildaufnahmen existieren und Augenzeugen vor Ort kaum Zugang zum Geschehen hatten.. Der Wal war zuvor über Wochen in der Ostsee beobachtet worden, bevor er in den Lastkahn verbracht wurde.

Die Entscheidung, den Wal in einer der meistbefahrenen Schiffsrouten Europas freizusetzen, stößt bei Naturschützern auf massives Unverständnis. Ob der vier bis sechs Jahre alte Bulle jemals wieder in den Nordatlantik findet, bleibt angesichts fehlender GPS-Daten wohl für immer ungeklärt.

*Das Fehlen verlässlicher Daten und die mangelnde Transparenz machen den Fall zu einem traurigen Beispiel für gescheiterte Hilfsbemühungen, deren Folgen nun nicht mehr nachvollziehbar sind.*

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