Silverstone-Notfallplan für Formel 1: Angebot ist da

Silverstone bietet einen Doppelschlag an und will im Notfall ein zweites Formel-1-Rennen möglich machen. Grund: wackelnde Lage im Nahen Osten.
Ein möglicher Ausfall im Formel-1-Kalender trifft die Serie empfindlich, daher liegt nun ein Plan B auf dem Tisch.
Die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien sind zuletzt der politischen Lage im Nahen Osten zum Opfer gefallen.. Offiziell wurden die Events verschoben, praktisch bleibt dabei jedoch kaum Spielraum, um sie im Kalender nachzuholen.. Logistisch wäre das zudem schwierig, weshalb die Saison von 24 auf 22 Grands Prix schrumpfte.
Mit 22 Rennen geht es für die Formel 1 nur um ein Minimum: Laut Zusage gegenüber den TV-Partnern darf im laufenden Betrieb kein weiterer Großer Preis ausfallen.. Genau darin liegt der Druck, denn die Situation wirft Schatten voraus auf die Events in Aserbaidschan sowie auf die letzten beiden Rennen in Katar und Abu Dhabi.
**Insight:** Das ist weniger Sportplanung als Vertrags- und Versorgungssicherheit: Schon ein einzelner Ausfall kann die gesamte Kommunikations- und Vermarktungsplanung der Serie aus dem Takt bringen.
In dieser Gemengelage hat Silverstone nun offiziell Hilfe signalisiert. Die traditionsreiche Rennstrecke bietet ein zweites Formel-1-Rennen an, gewissermaßen als Doppelschlag, falls die Lage kurzfristig wieder Änderungen erzwingt.
Stuart Pringle, Streckenchef von Silverstone, betonte dabei, dass man seine Unterstützung angeboten habe: Wenn man helfen könne, sei man bereit. Er verwies außerdem auf Erfahrungen aus der Corona-Saison 2020, als Silverstone aufgrund der Pandemie ebenfalls einen Renn-Doppelpack organisierte.
**Insight:** Ein solches Angebot spart der Formel 1 Zeit, falls Entscheidungen von außen schnell getroffen werden müssen. Wer eine Reserve in der eigenen Infrastruktur hat, kann schneller reagieren.
Der konkrete Vorschlag sieht das Rennen in Großbritannien am 5. Juli vor, eine Woche nach dem Event in der Steiermark. Danach wäre zunächst eine Pause angesetzt, bevor es mit den Rennen in Spa (19. Juli) und Budapest (26. Juli) weitergeht, bevor die vierwöchige Sommerpause beginnt.
Pringle macht zugleich deutlich, dass das Programm auch ohne Notfallplan bereits straff ist. Trotzdem gelte in einer Krise: Alles ist beweglich. Die Formel 1 beobachtet die Lage derzeit besonders genau, Planungssicherheit gibt es dabei allerdings nicht.
**Insight:** Genau diese Ungewissheit ist der Grund, warum solche Notfalloptionen entstehen: Sie beruhigen zwar nicht die Lage selbst, können aber den nächsten Schritt absichern.