Ragnarök Fightnight: Box-Olymp Saterland will wegen Streit umziehen

Ramsloh/Saterland – Geht die Ragnarök Fightnight im Saterland durch Bürokratie K.o.?
So sieht es zumindest der Box Olymp Saterland.
Wie der Verein auf Instagram bekanntgab, will er seine beliebte Veranstaltung im kommenden Jahr nicht mehr in der Sporthalle in Ramsloh ausrichten.
Grund dafür ist ein Zerwürfnis mit der „Spitze“ der Gemeinde Saterland.
Gespräch abgebrochen Wie der Vereinsvorsitzende Johannes Lüken gegenüber unserer Redaktion bestätigt, waren die Organisatoren der Ragnarök Fightnight mit Saterlands Bürgermeister Thomas Otto (parteilos) zu einem klärenden Gespräch zusammengekommen.
Doch dieses bezeichnen die Vereinsvertreter auf Instagram „wohlwollend als ,wenig lösungsorientiert’“, sodass sie das Gespräch abbrachen und die Entscheidung fassten: „Die Ragnarök Fightnight zieht die Reißleine und beendet die Kooperation mit der Gemeinde Saterland.“ Zuletzt hatte der Kampfsportabend, organisiert vom Box-Olymp Saterland und der Armbar Akademie Cloppenburg, zum dritten Mal in Folge im März dieses Jahres in der Sporthalle in Ramsloh stattgefunden.
Mehr als 600 Besucher verfolgten dabei Duelle auf höchstem Niveau im klassischen Boxen, Kickboxen und im MMA (Mixed Martial Arts).
Auch im kommenden Jahr sollen bei der Ragnarök Fightnight wieder die Fäuste fliegen – doch dann nicht mehr in der Sporthalle in Ramsloh.
„Wir haben keine Lust mehr auf Schikane statt Unterstützung.
Wir wollen Sportevents für die Region organisieren und brauchen keine kleinkarierten Bürokraten auf Fehlersuche, die das Ehrenamt nicht wertschätzen“, so der Box-Olymp weiter in seinem Statement.
Derzeit sind die Organisatoren auf der Suche nach einer neuen Halle in oder um das Saterland oder Cloppenburg.
„Wir suchen ab sofort eine neue Heimat, die echtes ehrenamtliches Engagement zu schätzen weiß und dieses nicht durch Behörden-Willkür und kleinkarierte Schuldzuweisungen torpediert.“ Es gebe auch schon erste Angebote, teilt Lüken mit.
Gesetzliche Verpflichtungen Dass die Veranstalter der Ragnarök Fightnight das Saterland verlassen könnten, wird derweil von der Gemeinde bedauert, wie Bürgermeister Otto mitteilt.
Jedoch könne die „wenngleich vielleicht emotional nachvollziehbare Darstellung“ nicht unwidersprochen bleiben.
Gesprächsangebote und Hinweise auf bestehende gesetzliche Verpflichtungen und Haftungsfragen seien scheinbar als Angriff fehlinterpretiert und umgehend zurückgewiesen, beziehungsweise als „kleinkariert“ und „behördliche Schikane“ dargestellt worden.
Wie Otto weiter mitteilt, sei das Kernthema des Gesprächs – an dem auch das Bauamt, Ordnungsamt und die Hallenbelegungsplanung und Sportförderung beteiligt gewesen seien – gewesen, „dass die Nutzung kommunaler Sporthallen für größere Veranstaltungen voraussetzt, dass sämtliche rechtlichen und sicherheitsrelevanten Voraussetzungen erfüllt werden“.
Hierzu zähle insbesondere das Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen nach den Vorschriften des Versammlungsstättenrechts.
Für die rechtzeitige Beantragung sei der Veranstalter zuständig.
Die Gemeinde Saterland sei durch den Landkreis Cloppenburg darauf aufmerksam gemacht worden, „dass es in der Vergangenheit an dieser Stelle leider gravierende Versäumnisse gab und die gegenseitige Kommunikation diesbezüglich auch von Seiten der Gemeindeverwaltung nicht optimal gewesen ist“.
Welche Versäumnisse dies sind, ließ der Bürgermeister offen.
„Sporthalle setzt Limits“ „Wenn eine unbestritten tolle Veranstaltung am Ende zu einem solchen Event herangewachsen ist, darf man aber auch die Augen nicht vor der Tatsache verschließen, dass die hier in Ramsloh gegebene Infrastruktur der Sporthalle, aus dem Schutzgedanken der gesetzlichen Regelungen heraus, gewisse Limits setzt“, so Otto.
Er stellt zudem infrage, ob die Veranstaltung in dieser Größe überhaupt noch durch den Landkreis genehmigt werden könnte.
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