luxembourg news

Der Abbau der Windmühle beim CHL hat begonnen

Beim Centre hospitalier de Luxembourg (CHL) beginnt der Abbau der Windmühle. Der Turm soll später nahe dem Standort wieder errichtet werden.

Wenn eine Windmühle plötzlich verschwindet, rückt Geschichte in den Hintergrund und Baustellen rücken nach vorn: Beim Centre hospitalier de Luxembourg (CHL) in der Hauptstadt ist der Abbau der Windmühle gestartet.

Ende März hatte das Ministerium für Gesundheit und soziale Sicherheit angekündigt, dass die Anlage abgerissen wird.. Nun laufen die Arbeiten, nachdem zunächst berichtet wurde und sich die Veränderungen am selben Tag auch vor Ort bestätigen ließen.. Die bislang geschützte Mühle soll dem Umbau des Krankenhausgeländes weichen.

Für viele ist die Windmühle mehr als nur ein altes Bauwerk. Gerade in einem Krankenhausumfeld wird sichtbar, wie Entscheidungen über Platz und Ausbau den Blick auf historische Elemente verändern.

Dabei wird nicht alles eins zu eins verschwinden: Der Mühlenturm soll in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Standort originalgetreu neu errichtet werden. Geplant ist der Wiederaufbau nahe der Kreuzung des Val Fleuri mit der route d’Arlon, also nur wenige Meter vom aktuellen Platz entfernt.

Spätestens zur Inbetriebnahme des neuen Krankenhausgebäudes soll der Turm wieder zu sehen sein. Laut Regierung ist dafür „spätestens im zweiten Halbjahr 2029“ vorgesehen. Während der Turm also später zurückkehren soll, bleibt der bisherige Standort zunächst Baustelle.

Gleichzeitig zeigt der geplante Ablauf, wie schwierig es im Alltag zwischen Denkmalpflege und laufenden Infrastrukturprojekten sein kann, beides gleichzeitig zu erfüllen.

Das Kulturministerium hatte Ende März erklärt, dass Nebengebäude und Mauern aus Platzgründen nicht rekonstruiert werden. Damit endet auch die bisherige Einordnung der Windmühle im Zusatzinventar historischer Denkmäler.

Hinter dem Schritt steht der Platzbedarf für den Ausbau des CHL. An der Stelle soll ein neues Gebäude entstehen, das eine Notaufnahme sowie eine Zufahrt für Krankenwagen umfasst. Die Umsetzung wird laut Angaben vom Spital getragen.

Die Kostenfrage bleibt dabei offen. Das CHL teilte Anfang April mit, es sei noch verfrüht, einen konkreten Betrag zu nennen, weil technische, terminliche und vertragliche Details noch nicht vollständig geklärt seien. Eine kurzfristige Nachfrage blieb zunächst ohne Antwort.

Am Ende trifft das Vorhaben vor allem eine Frage: Wie viel Zukunft braucht ein Krankenhaus, und wie gelingt es dabei, wenigstens einen Teil der Vergangenheit sichtbar zu bewahren.. Genau daran wird sich in den kommenden Jahren zeigen, ob der neue Turm seine Rolle als Orientierungspunkt tatsächlich wieder einnehmen kann.

Secret Link