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Marius Borg Høiby zu vier Jahren verurteilt – Hof schweigt

Marius Borg Høiby (29) wird vom Osloer Amtsgericht am Montagmorgen in 34 von 40 Anklagepunkten schuldig gesprochen und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt – darunter zwei Vergewaltigungen. Während das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, sorgt vor allem die Re

Oslo, Montagmorgen: Im Gerichtssaal fällt das Urteil, das in Norwegen seit Monaten alles dominiert. Marius Borg Høiby (29) muss vier Jahre ins Gefängnis. Das Osloer Amtsgericht sprach den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) in 34 von 40 Anklagepunkten schuldig – darunter in zwei Fällen wegen Vergewaltigung.

Der Prozess war einer der aufsehenerregendsten der vergangenen Jahrzehnte. Insgesamt standen dem 29-Jährigen 40 Straftaten vor Gericht: Vergewaltigung von Frauen während des Schlafs. Körperverletzung gegen Ex-Partnerinnen. Verstöße gegen Kontaktverbote. Drogendelikte – darunter der Transport von 3. 5 Kilo Marihuana – sowie Verkehrsdelikte.

Doch während im Saal die juristische Entscheidung getroffen wurde. kam außerhalb des Gerichts der Teil. der viele besonders trifft: die Reaktion des Königshauses. In der Öffentlichkeit, in der sich die Royals zuvor mehrfach mit Mitgefühl gezeigt hatten, blieb jetzt eine Antwort aus. Der Hof erklärte gegenüber dem norwegischen Sender NRK: „Der Fall wurde vom Gericht bearbeitet. und das Königshaus gibt keinen Kommentar zum Ergebnis ab.“ Auch BILD bekam diese Antwort von offizieller Seite.

Vor dem Mega-Prozess hatte der Hof das Leid anderer Betroffener wiederholt in den Mittelpunkt gestellt. Kurz nach einer Festnahme von Marius im Herbst 2024 hatten norwegische Royals ihr Mitgefühl für alle Betroffenen ausgedrückt. Kronprinz Haakon (52) betonte bei einem öffentlichen Termin, es handle sich um schwere Vorwürfe. Ein Jahr später wurde sogar Norwegens König Harald V. (89) zu einem offiziellen Statement veranlasst: Er sprach im Namen der gesamten Königsfamilie allen Betroffenen sein tiefes Mitgefühl aus.

Gerade jetzt, wo das Urteil gefallen ist, wirkt Schweigen für viele wie ein Bruch. Denn die Familie spricht nicht – während das Gericht in weiten Teilen schwere Vorwürfe als erwiesen ansah.

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Auch im Privatleben der Kronprinzessin liegt eine weitere Spannung: Als Mette-Marit sich selbst als Opfer sah und 2026 unter Druck wegen ihrer Kontakte zu Jeffrey Epstein (†66) geriet. konnte sie vor laufender Kamera sprechen. Sie beteuerte, sie habe Epsteins kriminelle Vergangenheit damals nicht genauer hinterfragt. Für die Opfer ihres Sohnes hingegen findet sich in dieser Auseinandersetzung kein Wort.

Die juristische Lage ist indes noch nicht beendet. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sieben Monate gefordert. Høibys Verteidiger plädierte auf Freispruch von den Vergewaltigungsvorwürfen und auf lediglich eineinhalb Jahre Haft für die anderen Delikte. Das Urteil lautet: Vier Jahre. Noch nicht rechtskräftig, weil beide Seiten nun zwei Wochen Zeit haben, um in Berufung zu gehen.

Das Gericht sprach Marius in zwei von vier Vergewaltigungsvorwürfen schuldig. Vier Frauen muss er eine Entschädigung zahlen – darunter zwei Ex-Freundinnen. Der Norweger soll 640.000 norwegische Kronen Schadensersatz zahlen; umgerechnet entspricht das rund 58.000 Euro. Diese Summe teilen sich vier Marius-Opfer.

Verkündet wurde das Urteil von Osloer Richter Jon Sverdrup Efjestad (M.). Mit dem Verfahren gegen Marius traf er die wohl prominenteste Entscheidung seiner bisherigen Laufbahn. Bei der Urteilsverkündung war Marius Borg Høiby nicht persönlich anwesend. Er verfolgte die Entscheidung aus gesundheitlichen Gründen per Videoschalte aus der Untersuchungshaft.

Kurz nach dem Urteil scheiterte er mit einem erneuten Antrag auf Freilassung aus dem Ila-Gefängnis. Erneut wurde auf den kritischen Gesundheitszustand seiner Mutter verwiesen. Mette-Marit leidet an einer unheilbaren Lungenfibrose und steht seit wenigen Tagen auf der Warteliste für ein Spenderorgan.

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