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Existenzangst am Hof: Luxemburgs Bauern unter Druck

Draußen riecht es nach feuchter Erde und Diesel, doch die Stimmung auf den Höfen ist alles andere als frühlingshaft. Die Kosten explodieren schlichtweg. Während die Preise für Energie durch den Iran-Konflikt in die Höhe getrieben werden, sitzen die Landwirte hier im Land auf dem Trockenen. Christian Hahn, Präsident der Landwirtschaftskammer, warnt deutlich: Der Diesel, den wir tanken, kostet fast das Doppelte gegenüber November. Und dann ist da noch die Sache mit der Strombeihilfe, von der viele Betriebe letztes Jahr einfach ausgeschlossen wurden. Ärgerlich. Oder eher frustrierend, wenn man bedenkt, dass viele Höfe nur einen Zähler für den Haushalt und den ganzen Betrieb haben. Da reißt man die 25.000-Kilowatt-Grenze natürlich schnell – und steht am Ende ohne Hilfe da.

Es ist eine Doppelbelastung, die eigentlich kaum zu tragen ist. Da haben wir einerseits die Wölfe, die in Wintger und Heinerscheid Schafe gerissen haben, was die Leute zusätzlich nervös macht. Aber eigentlich ist das Sorgenkind die neue Regelung der Grünzonen, die uns gerade im März präsentiert wurde. Bauvorhaben sollen dort streng limitiert werden – wer denkt sich sowas aus? Hahn erklärt, dass die meisten Betriebe zwar im Dorf liegen, die eigentlichen Wirtschaftsgebäude, also Ställe oder Hallen, aber oft in der Grünzone stehen. Wenn diese neuen Vorschriften greifen, blockiert das jede Investition. Zukunft? Schwer zu sagen.

Und dann ist da noch der Dünger. Man konnte zwar im Herbst noch einiges vorbestellen, aber beim Diesel sieht es eben ganz anders aus. Die Preise verdoppeln sich, die Milchpreise aber… tja, die bleiben stabil. Und zwar auf einem Niveau, das vorne und hinten nicht reicht, um die explodierenden Kosten zu decken. Christian Hahn seufzt beim Gedanken an die Erhöhung des Mindestlohns. Kommt zur absoluten Unzeit, sagt er. Vielleicht hat er recht. Oder vielleicht ist es einfach nur ein weiteres Puzzleteil in einem System, das gerade nicht mehr rund läuft.

Was wir jetzt wirklich brauchen, sind praktikable Lösungen. Keine bürokratischen Hürden, die uns das Genick brechen. Hahn fordert ganz klar, dass die Landwirtschaft bei künftigen Hilfen endlich als das gesehen wird, was sie ist – ein systemrelevanter Teil der Gesellschaft. Die Debatte im nächsten Regierungsrat über die Grünzonen-Verordnung wird zeigen, ob die Politik das wirklich versteht.

Oder ob die Bürokratie einfach weiter über die harte Realität vor Ort siegt. Man wird sehen, ob sich da was bewegt – wobei, das ist in der Politik ja oft so eine Sache. Es bleibt abzuwarten, wie die Geschichte ausgeht, wenn die Rechnungen am Monatsende nicht mehr aufgehen.

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