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Ebola-Ausbruch in der DR Kongo alarmiert Behörden

In der Demokratischen Republik Kongo sorgt ein neuer Ebola-Ausbruch für Sorge. Behörden melden zahlreiche Verdachtsfälle und Todesopfer in der Provinz Ituri.

Kinshasa.. In der Demokratischen Republik Kongo ist erneut das gefährliche Ebola-Fieber ausgebrochen.. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC meldete am Freitag vier Tote in der Provinz Ituri, die im Nordosten des Landes an Uganda und den Südsudan grenzt.. Bislang seien demnach 13 Ebola-Fälle von einem Labor in der Hauptstadt Kinshasa bestätigt worden.. Insgesamt gebe es aktuell 246 Verdachtsfälle sowie 65 gemeldete Todesfälle, wie die Africa CDC mitteilte.. Erste Laborergebnisse deuteten darauf hin, dass es sich nicht

um den am häufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus handele, sondern um eine andere Art des Virus.. Ergebnisse einer Sequenzierung, um den Stamm weiter zu charakterisieren, werden laut Africa CDC innerhalb der nächsten 24 Stunden erwartet.. »Wenn es so losgeht, ist es meistens katastrophal«, sagte Maximilian Gertler, Tropenmediziner der Berliner Charité, der bereits selbst mehrfach bei Ebola-Ausbrüchen im Einsatz war.. Angesichts von fast 250 Verdachtsfällen müsste der Ausbruch seit Monaten unentdeckt vorangeschritten sein, falls sich die Zahlen bestätigen..

»Vermutlich kommt es aus einer sehr abgelegenen Gegend.« Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe bereits am 5.. Mai erste Hinweise auf mögliche Fälle erhalten und Experten in das betroffene Gebiet geschickt, berichtete WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf.. Eine dringende Sitzung zur Koordinierung mit Gesundheitsbehörden aus dem Kongo, Uganda und dem Südsudan sowie internationalen Gesundheitsorganisationen ist einberufen worden.. Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit.. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten

übertragen.. Wenn Infizierte nicht sofort behandelt werden, liegt die Sterblichkeit nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei bis zu 90 Prozent.. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.. (dpa/jW)

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