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Wolfsburg droht der Abstieg: Hecking setzt auf Sieg

Im Relegations-Rückspiel beim SC Paderborn (20.30 Uhr) braucht der VfL Wolfsburg einen Sieg, um den erstmaligen Abstieg aus der Fußball-Bundesliga zu verhindern. Dieter Hecking läuft mit auslaufendem Vertrag gegen die Zeit – und hofft, dass ein Punkt oder mehr

Wenn man mit einem 0:0 in die Relegation geht, ist das Ergebnis erst einmal ruhig – aber die Spannung bleibt. Heute Abend wird sie im Rückspiel beim SC Paderborn scharf gestellt: Der VfL Wolfsburg muss (Anstoß: 20.30 Uhr. im Livecenter bei NDR.de) gewinnen. um den Bundesliga-Klassenerhalt zu schaffen.

Für Dieter Hecking ist das Duell mit seinem Ex-Club Wolfsburg zudem mehr als nur ein Spiel. Unabhängig davon. wie die Partie ausgeht. berichten Medien übereinstimmend. dass es im Werksclub Überlegungen gibt. den 61-Jährigen künftig in anderer Rolle einzuspannen. Angedacht sei dabei zum Beispiel eine Tätigkeit als Geschäftsführer oder Berater. Auch mögliche neue Trainer werden bereits gehandelt – einer davon ist Dietmar Kühbauer. Der Ex-Profi des VfL ist gerade mit dem Linzer ASK in Österreich Doublesieger geworden.

Faktisch ist derzeit vor allem: Heckings Kontrakt läuft aus. Sollte der 61-Jährige aber seine „Retter-Mission“ beim VfL mit einem Sieg in Paderborn erfolgreich abschließen. würde der Klassenerhalt nach Einschätzung vieler wohl schwerer wiegen als Heckings Pokalsieg mit den „Wölfen“ im Jahr 2015. Schließlich ging es um das Verhindern des erstmaligen Abstiegs aus der Fußball-Bundesliga – mit einer Mannschaft. die lange Zeit auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierte und phasenweise kaum noch nennenswerte Lebenszeichen gezeigt hatte.

Nach dem 0:0 im Hinspiel brauchen die Niedersachsen in Paderborn damit vor heimischer Kulisse dringend einen klaren Schritt nach vorn. Hecking deutet den Weg dahin bereits an. „Wir haben gestern ganz, ganz locker trainiert, keine großen Ausschläge gehabt“, sagte er. „Solche Spiele, wie sie jetzt anstehen, muss man so nehmen, wie sie sind. Wir wollten das Finale – jetzt spielen wir es. Wir haben alle Möglichkeiten, die Klasse zu halten.“.

Kritik spart Hecking dabei zunächst aus. Obwohl die Mannschaft vor heimischer Kulisse nicht vorlegen konnte, hielt er sich mit dem Ton zurück. „Es war nicht unser bestes Spiel in den letzten Wochen. Wir haben ein paar Dinge gemacht, die wir so in den letzten Wochen nicht gemacht haben. Wir werden das eine oder andere anpassen“, erklärte er. Ins Detail wollte er nicht gehen – aber der Hinweis ist klar: Ein Rückspiel mit anderer Intensität verlangt eine andere Form von Antwort.

Hecking macht zugleich deutlich, wie weit der Blick nach vorn reicht. „Wir werden alles reinwerfen, was wir haben, um dieses Spiel zu gewinnen“, kündigte er an. Damit ist das Ziel nicht verhandelt. Und selbst wenn sich die Partie in Richtung Entscheidung schiebt. rechnet Hecking bereits mit dem möglichen Szenario: Er spricht davon. dass es zum Elfmeterschießen kommen kann.

Seinen eigenen Weg in diese Woche beschreibt Hecking als Arbeit am Inneren. Für den Aufschwung habe vor allem ein gutes Binnenklima den Grundstein gelegt – nicht das große Werkzeug aus taktischen Verwerfungen oder verschärften Trainingseinheiten. Hecking hatte schnell erkannt, dass die Mannschaft nach seinem Amtsantritt Mitte März halt- und ratlos gewirkt hatte. Was dann folgte, war ein ruhiger, vielschichtiger Versuch, die Energie wieder aufzubauen.

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Vor dem Hinspiel stand deshalb eine Grillparty mit Spielern und deren Familien auf dem Programm. Vor dem zweiten Aufeinandertreffen mit dem Zweitliga-Dritten verzichtete der Coach zudem auf ein Kurz-Trainingslager oder andere Abläufe wie an sonstigen Spieltagen.

In diesem Rahmen bekommt auch die Rückkehr an den Ort einen eigenen Klang: Hecking begann seine Karriere als Spieler beim Vorgängerverein des SCP. dem 1. FC Paderborn. Nun steht für ihn die Rückkehr nach Paderborn an – möglicherweise verbunden mit einem der größten Erfolge: dem Klassenerhalt mit Wolfsburg. Das wäre dann, ganz schlicht, ein Erfolg, der alles andere überstrahlt.

Im Umfeld der Partie gibt es außerdem die möglichen Aufstellungen:

Paderborn: Seimen – Hansen, Scheller, Brackelmann – Curda, Bilbija, Castaneda, Baur – Klaas, Bätzner – Marino.

Wolfsburg: Grabara – Belocian, Vavro, Koulierakis – Kumbedi, Vinicius Souza, Maehle – Svanberg, Eriksen – Pejcinovic, Daghim.

Bis zum Anpfiff bleibt eine einzige Frage: Gelingt es Wolfsburg, das „Können“ in den entscheidenden Moment zu übersetzen – und den erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga doch noch abzuwenden?

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4 Comments

  1. I don’t even know what relegation rules are in Germany anymore. If it’s 0-0 first game then they “just” win the second, that’s what I’m hearing? Hecking being on his last contract sounds stressful.

  2. Wait so if they go down, it’s the first time ever? That feels kinda dramatic for a club like Wolfsburg. Also I saw something about a coach named Kühbauer… isn’t he the one who left because the team couldn’t defend? Idk, I’m just guessing based on the headline.

  3. The article says 0:0 makes it “ruhig” but then says they need a clear step forward? That’s kinda contradictory lol. Also they’re talking about Hecking possibly becoming a manager/berater like that’s already decided, but the whole point is he has to save them tonight. If he doesn’t win then what, he just gets rehired anyway? Seems weird. I’m rooting for the win though because relegation games are always chaos.

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