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Struff und Hanfmann gewinnen trotz Zverev-Aus in Stuttgart

Trotz der Absage von French-Open-Champion Alexander Zverev starten Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann erfolgreich ins Rasenturnier in Stuttgart. Struff schaltet den Kanadier Alexis Galarneau nach Satzverlust aus, Hanfmann bezwingt Aleksandar Kovacevic in

Stuttgart hat gleich zum Auftakt zwei deutsche Hoffnungen auf den Rasenkurs gepackt – und dabei einen wichtigen Namen vermisst: Alexander Zverev ist nicht dabei.

Für Jan-Lennard Struff war das keine Bremse. Der 36-Jährige kam nach einem Satzverlust gegen den kanadischen Qualifikanten Alexis Galarneau trotzdem ins Ziel. Mit 6:2, 6:7 (5:7), 6:3 sicherte er sich den Einzug ins Achtelfinale und nimmt damit eine reizvolle Aufgabe in den nächsten Gang. Dort trifft Struff auf den Kasachen Alexander Bublik, der zu den Titelfavoriten der Boss Open zählt.

Struff hatte zuvor bei den French Open mit einem Auftakterfolg gegen einen Top-Ten-Spieler überrascht. In Stuttgart setzte er diese Fähigkeit fort – allerdings nicht auf geradem Weg. Erst der Satzverlust, dann das Durchziehen im dritten Durchgang.

Hanfmann spielte ebenfalls unter Druck – und gewann ihn. Yannick Hanfmann aus Karlsruhe setzte sich im Erstrundenduell gegen den US-Amerikaner Aleksandar Kovacevic mit 7:6 (7:5), 7:6 (7:4) durch. Dabei zeigte er starke Nerven und lieferte 22 Assen. Im Achtelfinale hat er nun die Chance, erstmals das Viertelfinale in Stuttgart zu erreichen. Gegner ist der Italiener Mattia Bellucci.

Während Struff und Hanfmann weiterziehen, endet das Turnier für andere deutsche Spieler schneller als erhofft. Tom Gentzsch und Diego Dedura waren als Wildcards dabei – und mussten trotz ordentlicher Leistungen schon wieder abreisen. Gentzsch unterlag dem Australier Rinky Hijikata knapp mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6. Besonders bitter: Gentzsch vergab einen Matchball. Dedura verlor derweil gegen den Australier James Duckworth mit 4:6, 3:6.

Auch Daniel Altmaier hatte gegen den US-Amerikaner Frances Tiafoe das Nachsehen. Nach einem Sturz musste Altmaier sich mit 6:7 (3:7), 6:4, 4:6 geschlagen geben. Zu Beginn des dritten Satzes war er ausgerutscht, konnte aber zunächst weiterspielen. Tiafoe kam ihm zur Seite, als Altmaier zunächst auf dem Rasen liegen blieb, und half ihm wieder auf. Altmaier nahm beim Seitenwechsel noch eine medizinische Auszeit. Eine Überraschung gelang ihm danach nicht mehr – Tiafoe hatte die Kontrolle.

Der Abend in Stuttgart ist damit auch eine Geschichte über eine Lücke im Feld. Grand-Slam-Gewinner Zverev sagte seine zunächst angekündigte Teilnahme erwartungsgemäß ab. Der Grund lag auf der Hand: Zwischen dem French-Open-Finale in Paris am Sonntag und dem Stuttgarter 250er-ATP-Turnier war die Zeit zu knapp. Zverev wird in der nächsten Woche im westfälischen Halle in die Rasensaison starten.

So bleibt die Bühne in Stuttgart vorerst den deutschen Routiniers. Struff und Hanfmann haben ihre Auftakterfolge geschafft. Für die anderen war es nicht genug – und die Frage nach der nächsten deutschen Serie stellt sich jetzt mit Blick auf die Achtelfinals gegen Bublik und Bellucci.

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