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Spritpreise im Sinkflug: Ein kleiner Hoffnungsschimmer an der Zapfsäule

Es ist Freitagmorgen und wer an der Tankstelle kurz innehält, riecht förmlich diesen leicht beißenden, schweren Geruch von Benzin, der einem in die Nase steigt – ein Geruch, den man mittlerweile fast mit dem bangen Blick auf die Preistafel verbindet. Tatsächlich boten heute in einigen Regionen erste Stationen den Liter E10 für unter zwei Euro an. Bis zum üblichen Preis-Sprung um die Mittagszeit könnte das sogar noch zunehmen, wobei man bei der volatilen Lage ja nie so genau weiß, oder vielleicht doch eher bei den Ölkonzernen nachfragen sollte?

Es ist schon ein seltsames Hin und Her. Seit dem Höchststand rund um die Osterfeiertage geht es mit den Preisen glücklicherweise wieder bergab. E10 liegt jetzt etwa 30 Cent über dem Niveau von vor dem Beginn der Konflikte im Iran. Bei Diesel sieht die Rechnung etwas anders aus, da sind wir bei gut 46 Cent über dem alten Stand – was im Vergleich zum damaligen Maximum von 70 Cent immerhin eine spürbare Entlastung darstellt. Es ist eigentlich Wahnsinn, wie wir uns an diese hohen Zahlen gewöhnt haben.

Diesel war früher ja mal die günstigere Alternative, fast schon der Standard für Pendler. Dann kam die Krise und plötzlich schoss der Preis durch die Decke, weil der Kraftstoff viel anfälliger auf die globale Unsicherheit reagierte als normales Superbenzin. Jetzt, wo es wieder nach unten geht, zeigt sich: Der Diesel gibt genauso schnell nach, wie er damals gestiegen ist. Die Kluft zwischen den Sorten hat sich im Vergleich zum Peak fast halbiert, auf jetzt nur noch etwa 13 Cent.

Bleibt die Frage, wie lange das anhält. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind teilweise schon extrem, fast schon willkürlich. Manchmal lohnt es sich eben doch, eine Straße weiterzufahren, oder man nimmt es einfach hin, weil der Tank eben leer ist und man zur Arbeit muss. Misryoum beobachtet die Entwicklung genau.

Man gewöhnt sich an alles – das ist vielleicht die traurige Erkenntnis hinter der ganzen Sache. Die Kurven zeigen zwar nach unten, aber das Vorkrisenniveau, von dem wir alle träumen, liegt in weiter Ferne. Naja, mal abwarten.

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