Pavlović vor WM 2026: schwierige Pässe, noch Zweikampf-Härte

Aleksandar Pavlović, 22, steht vor der WM 2026 vor allem für eine Sache: präzise Verlagerung in die Tiefe, auch bei hohem Druck. Gleichzeitig zeigen seine Daten Schwächen in den Zweikämpfen und eine körperliche Entwicklung, die ihm lange den Weg in die Nachwuc
Auf den ersten Blick sieht es nach Stabilität aus: Pavlović spielt, er drängt nicht nur für die nächste Aufgabe, er gehört bereits jetzt zum festen Plan. Gegen die Elfenbeinküste am Samstag in Toronto steht für ihn laut Einschätzung nichts anderes als Startelf an — es wäre sein 13. Länderspiel.
Dabei hat sich der 22-Jährige seinen Platz nicht über einen geraden Weg in den Nachwuchs-Nationalmannschaften erarbeitet. Bundestrainer Julian Nagelsmann bringt es auf den Punkt: „Ich kann nicht zu hundert Prozent bewerten. was ihm für die U-Nationalmannschaften gefehlt hat. Körperlich war er früher noch etwas kindlicher unterwegs als jetzt. Er ist richtig robust geworden und hat viel an seinem Körper gearbeitet.“.
Es ist die Art Satz, die erklärt, warum eine Karriere trotzdem nicht stehenbleiben musste — aber auch, warum sie anders verlief als bei vielen seiner Altersgenossen.
Pavlović kam schon mit sieben Jahren zum FC Bayern München. Dort wurde er im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet und schaffte den Sprung zu den Profis. In den U-Auswahlen des Deutschen Fußball-Bundes war er jedoch selten sichtbar: Er hat insgesamt nur zwei Länderspiele mehr als Miroslav Klose — beide in der U20.
Klose ist in diesem Zusammenhang ohnehin eine Art Kontrastfigur: Mit 71 Treffern in 137 Länderspielen ist er Rekordtorschütze der Nationalmannschaft. Er verbrachte seine gesamte Jugendzeit bei der längst aufgelösten SG Blaubach-Diedelkopf und spielte nie in einer U-Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes.
Bei Pavlović war der große Unterschied nicht das Talent, sondern der Zeitpunkt.
Erstmals im EM-Kader stand Pavlović sieben Monate nach seinem Bundesligadebüt. Sein Debüt hatte er erst im Oktober 2023 unter Thomas Tuchel. Tuchel hatte im Frühling desselben Jahres Nagelsmann als Bayern-Trainer beerbt. Sieben Monate später berief ihn Nagelsmann in den Kader für die EM 2024. Doch Pavlović musste das Turnier absagen: Wegen einer Mandelentzündung. Noch im Sommer ließ er die Mandeln entfernen.
Jetzt ist es die Weltmeisterschaft 2026 — und das erste große Turnier, bei dem es weder eine Frage der Kaderberufung gab noch die Startelffrage offen blieb. Pavlović spielt. Und das verändert auch das Vereins-Duo.
Bei den Bayern betreiben Pavlović und Leon Goretzka eine Art Jobsharing. Mal spielte der eine, mal der andere neben Joshua Kimmich auf der „Doppelsechs“, ab und an bildeten sie auch das Duo. In der Champions League stand Pavlović in allen 14 Partien in der Startelf.
Mit der Nationalmannschaft ist das Personal anders sortiert: Kimmich ist fest als Rechtsverteidiger eingeplant. Statt Goretzka bevorzugt der Bundestrainer Felix Nmecha, den Dortmunder.
Dort. wo Pavlović auf dem Platz Wirkung zeigt. ist es vor allem die Art seines Fußballs: Gegen Curacao im Auftaktspiel beim 7:1 gab er drei Torschüsse ab. Gleichzeitig fiel er über seine hohe Passquote auf — besonders bei Pässen nach vorne. ins letzte Drittel und auch in den Strafraum. Quer- und Rückpässe können viele.
Die Daten aus der abgelaufenen Bundesligasaison passen zu genau diesem Bild. Pavlović war im Schnitt 110-mal pro 90 Minuten am Ball. Er brachte 95 Prozent seiner Pässe an den Mitspieler. Bei den von Statistikern als „schwierig“ eingestuften Pässen — also Zuspiele mit hohem Gegnerdruck. wenig Raum oder auch weite Pässe — waren es 72 Prozent. Das ist der Bestwert für die Liga.
Ein Spieler kann in solchen Zahlen liegen und trotzdem an anderer Stelle kämpfen. Bei Pavlović ist das Zweikampfverhalten.
In der Bundesliga gewann er nur 48 Prozent der Duelle. Auch gegen Curacao waren es weniger als die Hälfte. Ein Erklärungsansatz führt zu seinem Topspeed: In der vergangenen Saison wurde Pavlović nur mit 32,8 Stundenkilometern gemessen. Topsprinter kommen auf 35 Stundenkilometer und mehr.
Nagelsmanns Einschätzung zu Pavlovićs körperlichem Weg fügt sich dazu: Er sei früher noch „etwas kindlicher“ gewesen. „richtig robust“ geworden — und habe „viel an seinem Körper gearbeitet“. Dass Pavlović so spät überhaupt wieder stärker in den Nachwuchs-Nationalteams auftauchte. liegt laut Darstellung vermutlich eher an der körperlichen Entwicklung.
Pavlović selbst beschreibt diesen Zeitraum offen. Im Interview mit der „Welt am Sonntag“ sagte er: „Ich war spätpubertierend. Alle um mich herum waren gefühlt schon erwachsen — und ich war noch ein Kind. Ich brauchte meine Zeit. das Wachstum kam spät.“ Und dann: „Dank ‚Krafttraining an meinem ganzen Körper‘ habe er zugelegt.“.
Genau dieses Krafttraining nennt er bis heute als Disziplinarbeit. Er sagt über das Krafttraining: „Das mache ich heute noch sehr diszipliniert.“ Das Ergebnis sei zu sehen, wenn er beim Training in der Hitze von North Carolina die Ärmel hochkrempelt.
In den offiziellen Listen für die Kader der WM wird Aleksandar Pavlović mit 1,88 Metern angegeben. Bei seinem Gewicht schwanken die Angaben zwischen 75 und 78 Kilogramm. Da ist noch ein Stück Strecke. wenn es um die Zweikämpfe geht — denn trotz seiner Robustheit soll er laut eigener Ausrichtung noch stärker werden.
So steht Pavlović vor seinem ersten großen Turnier mit einem klaren Profil: präzise. mutig in schwierigen Passräumen — und daran arbeitend. die Härte in den Duellen konsequent nachzulegen. Gegen die Elfenbeinküste soll das nächste Kapitel beginnen. Samstag in Toronto. mit dem bereits erwarteten Platz in der Startelf.
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Who is Pavlović again? Sounds like training talk, not news.
Startelf vs Elfenbeinküste?? So he’s just automatically in, no competition? Also “zweikampf-härte” like okay cool but can he actually score lol.
I read “körperlich robuster geworden” and I’m like… so he’s been hitting the gym since he was a kid? But then it says he was earlier too “kindlich” like what does that even mean, skinny? Either way if he’s not good in duels then why is he starting, seems backwards.
This is funny because every article compares him to Klose and I’m pretty sure Klose played for Bayern too? Like people act like timing is everything. But if he didn’t play much in the U teams, how did he even get the WC 2026 hype? Sounds like they’re just guessing he’ll be better at challenges under pressure. Also Toronto Elfenbeinküste… I already forgot which country that is.