Kovac fordert Dortmunds Sieg zum Saison-Schluss in Bremen

Kovac fordert – Niko Kovac will mit Borussia Dortmund trotz sportlicher Bedeutungslosigkeit am letzten Spieltag gegen Werder Bremen unbedingt gewinnen. Nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt ist der BVB mit 70 Punkten Zweiter, während Werder trotz gesichertem Klassenerhalt mi
Kurz vor dem letzten Ligaspiel wirkt die Lage für Borussia Dortmund ungewöhnlich: Im Weserstadion geht es sportlich nicht mehr um Tabellenplätze.. Trotzdem steht Niko Kovac nicht auf „Abschlussmodus“, sondern auf Angriff.. Der Trainer betont. dass die Mannschaft das Duell gegen Werder Bremen „sehr ernst“ nimmt – und verbindet die Spannung direkt mit der Punktzahl: „70 Punkte klingen gut. 73 klingen noch besser.“
Dortmund hat am vergangenen Wochenende mit dem 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt den zweiten Platz klargemacht.. Damit ist der BVB nach der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach in der Vorwoche wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt.. Für Kovac ist der Saisonabschluss mehr als eine Pflichtübung, schließlich stehen 70 Punkte zu Buche.. In den vergangenen neun Spielzeiten hatte Dortmund zu diesem Zeitpunkt nur einmal mehr – 2018/19 mit 73 – und ein Sieg könnte die fünftbeste Bundesliga-Spielzeit in der Vereinsgeschichte bedeuten.
Werder kommt mit einer ganz anderen Geschichte ins Duell.. Die Saison war enttäuschend. doch der Klassenerhalt ist bereits gesichert: Trotz Platz 15 hat Werder sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegs- und Relegationsränge.. Die 32 Zähler sind dabei die drittniedrigste Ausbeute zu diesem Zeitpunkt einer Spielzeit; nur 2019/20 (28) und 2020/21 (31) hatten die Bremer nach dem 33.. Spieltag weniger.. Auch wenn es wie bei Dortmund nur noch um Prestige geht. fehlt Werder zuletzt der Rhythmus: In den letzten sechs Ligaspielen gab es nur einen Sieg (D1 L4).
Kovacs Ziel ist derweil greifbar und in seiner Formulierung fast schon eine persönliche Bestandsaufnahme: „Mit 71 könnte ich leben. aber wir fahren hin. um zu gewinnen.“ Er sagt auch. dass er sich – wäre man vor Saisonende mit der aktuellen Lage um die Ohren gekommen – sofort auf eine mögliche Entwicklung eingelassen hätte: „Wenn uns jemand gesagt hätte. dass wir die Saison sicher als Zweiter mit 70 Punkten abschließen – vielleicht sogar mit 73 –. hätte ich das sofort unterschrieben und gesagt: Das wäre eine fantastische Leistung.“
Die Partie gewinnt zudem an Bedeutung über die Rollen einzelner Spieler.. Bei Werder Bremen fehlt Yukinari Sugawara wegen einer Sperre – nach der frühesten Roten Karte der Werder-Bundesliga-Geschichte.. Damit liegt mehr Verantwortung bei Romano Schmid.. Der Österreicher stand in allen 33 Werder-Partien dieser Saison auf dem Platz und führt im Klub mit acht Vorlagen die Assistliste an.
Auf der anderen Seite richtet Dortmunds Blick auf Julian Ryerson.. In dieser Bundesliga-Saison hat er 14 Assists geliefert – Bestwert in seiner Karriere.. Nur Henrikh Mkhitaryan (15 in 2015/16) und Jadon Sancho (16 in 2019/20) kamen in einer Spielzeit für den BVB auf mehr.. Auch im europäischen Vergleich ragt Ryersons Umgebung heraus: In den fünf großen europäischen Ligen 2025/26 haben nur drei Spieler noch mehr Assists – Federico Dimarco (17. Inter). Michael Olise (19. Bayern München) und Bruno Fernandes (19. Manchester United).
Die Zahlen vor dem Anpfiff malen ein vertrautes Bild: Dortmund ist in den letzten sechs Pflichtspielen gegen Werder ungeschlagen (W4 D2) – die längste Serie gegen Bremen seit einer sechsspielelangen Phase unter Jürgen Klopp zwischen 2011 und 2014.. Gleichzeitig steht Werder in der Bundesliga zu Hause unter Druck: In den letzten elf Heimspielen gab es nur zwei Siege (D3 L6). dabei holten sie lediglich neun von möglichen 33 Punkten.. Auch die jüngsten Auswärtsauftritte sprechen für Dortmunds Vorteil – Gegner Dortmund hat die letzten beiden Bundesliga-Auswärtsspiele verloren. mehr als drei Auswärtspleiten in Serie gab es zuletzt im Herbst 2024 unter Nuri Sahin (L4).. Dazu kommt ein weiteres Detail. das die bisherigen Saisonend-Entscheidungen spiegelt: Für Dortmund und Werder ist es das fünfte Duell am letzten Spieltag einer Bundesliga-Saison. und alle vier bisherigen Begegnungen an diesem Termin gewann der BVB.
Das Muster zieht sich durch mehrere Bereiche: Dortmund hält die Serie gegen Bremen (W4 D2 in den letzten sechs Pflichtspielen). während Werder im eigenen Stadion in den letzten elf Heimspielen nur zwei Siege holte (D3 L6) und in dieser Saison zu Hause zudem lediglich neun Punkte aus 33 möglichen realisierte.
Für die Begegnung gibt es auch eine klare Wahrscheinlichkeitslinie.. Werder Bremen wird mit 29.5% gesehen, ein Unentschieden mit 24.1%, Borussia Dortmund mit 46.4%.. Trotz aller Prognosen steht am Ende die Frage im Raum. die Kovac selbst am deutlichsten gemacht hat: Dortmund soll die Saison nicht nur beenden. sondern mit einem Erfolgserlebnis nach Hause gehen.
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