Austria News

Hantavirus auf der Hondius: WHO bewertet Risiko gering

Zwar könnten bei Passagieren und Besatzungsmitgliedern, die vor der Umsetzung von Eindämmungsmaßnahmen Kontakt mit dem Virus hatten, weitere Fälle auftreten. Das Risiko einer Weiterverbreitung dürfte nach dem Verlassen des Schiffs und der Umsetzung von Kontrollmaßnahmen aber sinken, erklärte die WHO. Die Lage werde weiter genau beobachtet. Die vom niederländischen Reiseveranstalter Oceanwide Expeditions betriebene “Hondius” soll nach Behördenangaben am Montagvormittag im niederländischen Hafen Rotterdam anlegen. Danach sollen die 27 noch an Bord verbliebenen Menschen von Bord gehen: 25 Besatzungsmitglieder und zwei medizinische Kräfte. Weltweit liegt die

Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Ausbruch weiter bei drei. Sieben Patienten bestätigt Laut offiziellen Angaben wurde das Virus bisher bei sieben Patienten bestätigt, zudem gibt es einen wahrscheinlichen Fall. Kanada bestätigte am Sonntag einen zuvor als “vorläufig positiv” eingestuften Fall: Einer von vier kanadischen Passagieren der “Hondius” sei am 16. Mai positiv auf das Andes-Hantavirus getestet worden, erklärte die kanadische Gesundheitsbehörde. Eine mitgereiste Kontaktperson sei negativ getestet worden. Weitere Fälle seien nicht festgestellt worden. In Großbritannien sollten am Sonntagabend per Flugzeug neun Menschen

aus den Überseegebieten St. Helena und Ascension eintreffen, die Kontakt zu einer mit dem Hantavirus infizierten Person hatten. Nach Angaben der britischen Gesundheitsbehörde UKHSA zeigten sie keine Symptome und sollten in eine Isoliereinrichtung nahe Liverpool gebracht werden. Rund 20 frühere “Hondius”-Passagiere werden in Großbritannien bereits beobachtet. Der Hantavirus-Ausbruch auf der “Hondius” hatte sich während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden ereignet. Es handelt sich um das Andesvirus, den einzigen Hantavirusstamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Mehr als 120 Passagiere und Besatzungsmitglieder

verließen vor rund einer Woche das Schiff und traten von Teneriffa aus die Heimreise an. Wegen der langen Inkubationszeit und des potenziell tödlichen Verlaufs werden sie weiterhin medizinisch überwacht. (Quelle: APA/AFP)

Hantavirus, Hondius, WHO, Rotterdam, Andes-Hantavirus, Kreuzfahrtschiff, Gesundheitsrisiko

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Are you human? Please solve:Captcha


Secret Link