Trockenheit in Urfahr-Umgebung sorgt für Waldbrandgefahr

Die anhaltende Trockenheit im Bezirk Urfahr-Umgebung alarmiert Behörden und Landwirte. Während Waldbrände zunehmen, bleibt die Trinkwasserversorgung trotz sinkender Grundwasserspiegel vorerst stabil.
Landwirte hadern bereits mit dem trockenen Boden.. Wasserknappheit herrscht derzeit noch keine.. URFAHR-UMGEBUNG.. Seit Monaten ist es generell zu trocken.. Daher herrscht weiterhin akute Waldbrandgefahr.. In Gramastetten geriet zum Beispiel am 29.. April unterhalb der Kirche ein Wald in Brand.. Vermutlich ging das Feuer von einem Komposthaufen aus.. Die Feuerwehren konnten das Feuer an der steilen Böschung aber rasch eindämmen.. Erst vor drei Wochen fand eine FF-Vegetationsbrandschulung statt.. Wald- und Feldbrände sowie Erdfeuer erfordern Spezialwissen..
Von jeder Feuerwehr im Bezirk war jemand dabei.. “Derzeit ist die Lage extrem.. Es ist so trocken wie normalerweise im Juli oder August.. Der ständige Wind trägt dazu bei”, so Bezirksfeuerwehrkommandant Johannes Enzenhofer.. Kohlen im Griller Die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung reagierte heuer schnell.. Bereits am 8.. April erließ sie die “Waldbrandschutz-Verordnung 2026”.. Seither ist in Wäldern und ihren Gefährdungsgebieten das Feuermachen und auch das Rauchen verboten.. Eine Geldstrafe bis zu 7.270 Euro oder eine Freiheitsstrafe bis
zu vier Wochen drohen bei Nichteinhaltung.. Bezirksfeuerwehrkommandant Enzenhofer appelliert an die Bevölkerung, achtsam zu sein: “Keine Tschickstummel achtlos aus dem Auto oder Kohlen vom Griller in den Komposthaufen werfen.” Landwirte betroffen Die Trockenheit führt zum Teil zu sehr niedrigen Grundwasserständen und belastet die Mühlviertler Landwirtschaft.. Bei der Grundwasser-Messstelle in Hellmonsödt liegt der Wert deutlich unter dem langjährigen Mittel, wie Wasser-Landesrat Stefan Kaineder (Die Grünen) verkündete.. Im Winter und Frühjahr fiel zu wenig Regen.. Die zweite
Februarhälfte brachte kurzzeitig Erleichterung, aber der März und April waren viel zu trocken.. Für Kaineder steht fest: “Die Trockenheit ist eine Visitenkarte der Klimakrise.” Bezirksbauernkammerobmann Peter Preuer aus Oberneukirchen macht die anhaltende Trockenheit Sorgen: “Das Grünland ist braun, und bei den Getreidesorten leiden vor allem die Wintergerste und der Mais unter der Trockenheit.” Der Grundwasserspiegel sinkt weiter.. “Da braucht man nur auf den Wasserstand der Großen Rodl zu schauen”, so Preuer.. Noch keine Versorgungsprobleme Die
Trinkwasserversorgung ist im Bezirk noch ungefährdet, auch in Gemeinden ohne Ortswasserleitung.. “Wir haben derzeit keine Versorgungsprobleme.. Wir hängen am Brunnen in Ottensheim, der ist tief genug”, sagt der Wasserwart der Wassergenossenschaft Walding, Martin Brunnbauer.. Im benachbarten Goldwörth herrscht auch keine Wasserknappheit, wie Bürgermeister Thomas Prihoda (FPÖ) bestätigt.. Im Norden des Bezirks, zum Beispiel in Bad Leonfelden, gibt es ebenso keine echte Knappheit.. “Die Wassergenossenschaft hat vor ein paar Jahren an der Nordseite des Sternsteins neue
Quellen erschlossen.. Daher brauchen wir auch bei den Swimmingpool-Befüllungen nicht einzuschränken”, sagt Bürgermeister Thomas Wolfesberger (ÖVP).
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