Neuer Rekord: In der Schweiz geht jede fünfte Person ins Fitness

Die Fitnessbranche in der Schweiz erlebt einen historischen Aufschwung, getrieben durch ein wachsendes Interesse junger Erwachsener und eine flächendeckende Expansion der Trainingszentren.
Die Fitnessszene in der Schweiz boomt wie nie zuvor, denn inzwischen trainiert jede fünfte erwachsene Person regelmäßig in einem Center.. Mit insgesamt 1,45 Millionen Mitgliedschaften verzeichnet die Branche einen historischen Höchststand, der die wachsende Bedeutung eines gesundheitsbewussten Lebensstils unterstreicht.
Innerhalb des letzten Jahres stieg die Anzahl der Fitness-Mitgliedschaften um beachtliche 5,8 Prozent an. Dieser Aufwärtstrend setzt sich damit nahtlos fort, nachdem bereits im Vorjahr ein Anstieg von 4,7 Prozent verzeichnet werden konnte.
Dieser massive Zulauf zeigt, dass körperliche Aktivität in der modernen Schweizer Gesellschaft von einem Nischenthema zu einem festen Bestandteil der täglichen Routine geworden ist, was den sozialen Druck zur Gesundheitsoptimierung widerspiegelt.
Besonders auffällig ist der Wandel bei der Altersstruktur: Erstmals bilden die 20- bis 29-Jährigen die größte Gruppe innerhalb der Fitnesslandschaft.. Bisher waren es vornehmlich die 30- bis 39-Jährigen, die das Bild in den Studios prägten.. Dieser Generationenwechsel führt dazu, dass das Durchschnittsalter der Trainierenden kontinuierlich sinkt.
Parallel dazu wächst auch die Infrastruktur im ganzen Land. Ende 2025 gab es in der Schweiz 1441 Fitnesscenter, was einer Zunahme von 46 neuen Standorten entspricht. Während der Kanton Zürich die meisten Betriebe beheimatet, weist Basel die höchste Dichte an Trainingsmöglichkeiten auf.
Neben der reinen Quantität wandeln sich auch die Angebote innerhalb der Studios.. Gruppentrainings büßen an Attraktivität ein, während individualisierte Betreuung durch Personal Training massiv an Bedeutung gewinnt.. Über 68 Prozent der Anbieter setzen zudem verstärkt auf ergänzende Wellness-Elemente wie Saunen, um sich im Wettbewerb zu behaupten.
Finanziell präsentiert sich die Lage für die Betreiber äußerst erfreulich.. Mit einem Gesamtumsatz von 1,36 Milliarden Franken konnte die Branche ein Wachstum von 4,4 Prozent erzielen.. Dass der Umsatz leicht hinter dem Mitgliederwachstum zurückbleibt, lässt sich durch die Expansion zahlreicher preisgünstiger Fitnessketten erklären.
Die positive wirtschaftliche Stimmung unter den Betreibern spiegelt eine gesunde Branche wider, da neun von zehn Anbietern ihre aktuelle Lage als gut bewerten. Dieses Vertrauen ist deutlich stärker ausgeprägt als in anderen europäischen Nachbarstaaten.
Die optimistische Prognose der Studiobetreiber für das kommende Jahr unterstreicht, dass die Fitnesswelle noch lange nicht ihren Zenit erreicht hat und das Gesundheitsbewusstsein zu einem stabilen Wirtschaftsfaktor geworden ist.