Spritziges Surftraining ohne Wasser: Digitale Welt im JuThe

Im JuThe in der Mauer wurde ein „Surftraining für Anfänger*innen“ als skurriles Digital-Programm mit KI, Handy und Streaming gespielt.
Nein, mit Wasser hatte das “Surftraining für Anfänger*innen” im JuThe, dem Judenburger Theater in der Mauer, zum Leidwesen eines sportbegeisterten Beinahe-Kartenbestellers nichts zu tun.. Dafür aber zur Freude der vielen Premierenbesucher dieses “Trainings” jede Menge mit der digitalen Welt, mit Handy, Internet.. Und ihren enormen Chancen und Tücken.. H.. G.. Ainerdinger Auch kritisch beleuchtet Was die beiden freudvoll mitagierenden Regisseurinnen Katharina Kreiter und Helene Kogler da mit ihrem Team auf die Bühne gestellt haben, ist
ein formidables Sketch-Feuerwerk mit Musik, Highlights und auch Tiefgang.. Als “Kursleiter” bereitete Clemens Sonnberger das Publikum auf jeden der großteils vom JuThe-Ensemble und auch Literaturkreis geschriebenen Unterrichtsbeiträge vor.. ChatGPT, Youtube, TikTok, ORF, Smart Home, Streaming.. Umwerfend, wie Berno Temmel als Imperator mit Fistelstimme regiert oder als Opa chaotisch mit dem Handy-Notruf interagiert.. Wie Nadine Kleinferchner seine nicht jugendfreien Chats entdeckt.. Wie Helene Kogler auf Anraten von ChatGPT stressbekämpfend chillt statt kocht.. Worüber sich die ebenfalls
auf Anraten von ChatGPT jetzt arbeitslos chillende Enkelin gar nicht freut.. Isabella Krassnitzer spielt sie, stellt z.. B.. auch eine süffisante Gerichtsvollzieherin dar.. Köstlich agiert auch Peter Schmid in seinem Part als schmierfinkbekämpfender Centurio und einem TikTok-Beitrag.. Katharina Kreiter, die darauf geachtet hat, dass “verschiedene Leute schreiben, damit für jeden etwas dabei ist”, setzte auch “auf Botschaften, von denen die Themen Medien, KI und Handy kritisch beleuchtet werden!” – Sie kamen, spritzig verpackt und gespielt,
ebenso gut an wie die finale Tanzeinlage.. Musikalische Eigenproduktionen Apropos spielen: Katharina Kreiter, Philipp Diethard und der wie die anderen lustvoll etliche Rollen genießende Helfried Kreiter sorgten als eingespielte Band bravourös für den musikalischen Rahmen.. Neben Carly Rae Jepsens “Call me Maybe” auch mit zwei selbstgeschriebenen Songs: Bei Helfried Kreiters “Rocky Raccoon” machte das Premierenpublikum auf Anhieb begeistert mit, auch Diethards einleitendes “Fünf Minuten still” bekam viel Applaus.. Weitere Vorstellungen im JuThe: 15., 16.. und
29.. Mai um 19.30 Uhr, am 31.. Mai um 17 Uhr.
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