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Ralph Krueger spricht offen über Parkinson-Diagnose

Der ehemalige Schweizer Eishockey-Nationaltrainer Ralph Krueger hat öffentlich gemacht, dass er an Parkinson erkrankt ist.

Der ehemalige Eishockey-Nationaltrainer Ralph Krueger hat ein öffentliches Geständnis abgelegt, das weit über die Sportwelt hinaus für Aufsehen sorgt. Im Alter von 66 Jahren macht er seine Parkinson-Diagnose öffentlich.

Es ist ein Einschnitt, der den einstigen Erfolgscoach der Schweizer Nationalmannschaft schwer getroffen hat. Krueger gab im Herbst 2024 bekannt, dass er mit der unheilbaren neurologischen Erkrankung lebt, was seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit erklärt.

Dieser offene Umgang mit einer persönlichen gesundheitlichen Krise zeigt, wie stark die Diagnose das Leben eines Menschen beeinflussen kann, der zuvor stets im Zentrum des öffentlichen Interesses stand.

Obwohl Parkinson nicht heilbar ist, lässt sich Krueger nicht unterkriegen. Er setzt konsequent auf Bewegung als Gegenmittel. Er beschreibt sich selbst als sportlicher denn je, da körperliche Aktivität laut aktuellen Erkenntnissen die beste Methode zur Symptomlinderung darstellt.

Krueger blickt dabei auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Von 1998 bis 2010 prägte er das Schweizer Eishockey maßgeblich. Diese Zeit bezeichnet er rückblickend als das Herzstück seines bisherigen beruflichen Lebens.

Besonders in Erinnerung bleibt vielen Fans seine menschliche Seite. Legendäre Motivations-SMS vor entscheidenden Spielen gegen Eishockey-Großmächte wie Russland sind längst Teil der Schweizer Sportgeschichte geworden.

In einer Phase der Unsicherheit hat er für sich einen Weg gefunden, die Krankheit einzuordnen. Er betrachtet sie als einen Teil seiner Existenz, jedoch ausdrücklich nicht als den alles bestimmenden Aspekt seines Lebens.

Diese Haltung verdeutlicht, dass psychische Stärke und Akzeptanz entscheidende Faktoren im Umgang mit chronischen Diagnosen sind, weit über den Sport hinaus.