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Mit dem Linienbus über die Grenze: 14-Jähriger sorgt für Aufregung

Es klingt fast wie der Plot eines schlechten Roadmovies, aber es ist wirklich passiert: Ein gerade einmal 14 Jahre alter Junge hat sich in Norwegen hinter das Lenkrad eines Linienbusses geklemmt und ist damit einfach losgefahren. Nicht nur ein paar Straßen weiter, nein, er hat es bis über die schwedische Grenze geschafft. Laut Misryoum meldete sich das betroffene Transportunternehmen am frühen Dienstagmorgen bei den Behörden, nachdem der Bus dank GPS-Daten plötzlich irgendwo in Schweden auftauchte.

Stellen Sie sich das mal vor – die Stille im Morgengrauen, irgendwo auf der Strecke zwischen Vestby und der schwedischen Grenze, nur das leise Surren des Motors und ein Teenager, der sich offenbar für einen Profi-Chauffeur hielt. Oder vielleicht wollte er einfach nur weg? Man weiß es nicht. Offizielle Angaben zum Motiv gibt es jedenfalls bisher nicht.

Die schwedische Polizei konnte den Jungen schließlich nördlich von Göteborg aus dem Verkehr ziehen. Er war die ganze Zeit allein unterwegs. Die norwegischen Behörden – also das Jugendamt – haben sich laut Misryoum sofort auf den Weg gemacht, um ihn abzuholen. Ein ziemlich langer Trip für eine Dienstagsaufgabe.

Was mich dabei kurz innehalten lässt: Vor ein paar Wochen gab es doch diesen Fall in Deutschland, oder? Da war ein 15-Jähriger, der einen Bus in Wiesbaden klaute, um seine Freundin zur Schule zu bringen – und zwar ins 130 Kilometer entfernte Karlsruhe. Fast schon ein Trend, was natürlich völlig absurd ist. Jugendliche am Steuer von schweren Bussen, das kann ja eigentlich nicht gut gehen.

Man fragt sich, wie er überhaupt so weit gekommen ist, ohne dass jemand früher reagiert hat. Gut 40 Kilometer südlich von Oslo startete die Fahrt. Das ist eine ganz schöne Strecke für jemanden, der eigentlich noch nicht mal einen Führerschein machen darf. Ob er einfach nur die Freiheit genießen wollte, während die Welt um ihn herum noch schlief? Es ist irgendwie beunruhigend und faszinierend zugleich, wie solche Dinge passieren können. Die Ermittlungen laufen jedenfalls noch, und es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis alle Details geklärt sind, falls sie das überhaupt je werden.