Kliniken der Schwester-Euthymia-Stiftung: Auszeichnung für Energiemanagement in Cloppenburg

Es ist schon eine beachtliche Hausnummer: Die Kliniken der Schwester-Euthymia-Stiftung in Cloppenburg, Damme, Lohne und Vechta verbrauchen jährlich etwa 40 Millionen Kilowattstunden Energie. Um sich das mal vorzustellen – das reicht aus, um etwa 2.500 Haushalte zu versorgen oder – was ich irgendwie beeindruckender finde – mit einem Elektroauto 6.000 Mal die Welt zu umrunden. Während ich hier sitze und das schreibe, summt draußen im Flur ein alter Lüfter, ein Geräusch, das in einem Krankenhaus vermutlich ganz anders klingen würde, wenn man die Effizienz dort so streng im Blick hat.
Der Klinikverbund hat nun eine Auszeichnung für sein Energiemanagementsystem erhalten. Konkret geht es um die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001. Das klingt nach trockenem Verwaltungskram, ist aber in der Praxis ein riesiger Schritt für die Klimabilanz im Gesundheitswesen. Es geht um Effizienz, Nachhaltigkeit und – klar – am Ende auch darum, die Kosten irgendwie im Griff zu behalten.
Bis 2027 will man dort den Verbrauch um mindestens drei Prozent drücken. Das sind jährlich immerhin 1,2 Millionen Kilowattstunden, die dann einfach nicht mehr durch die Leitungen fließen. Oder vielleicht auch mehr, mal sehen, wie schnell die Umsetzung vorangeht. Ob die technischen Optimierungen alleine reichen, ist natürlich die andere Frage – oder besser gesagt: sicher nicht.
Deshalb bindet die Stiftung auch das Personal voll mit ein. Es geht um die alltäglichen Dinge, das richtige Lüften, das Ausschalten der Beleuchtung, wenn man den Raum verlässt. Solche Kleinigkeiten läppern sich eben doch.
„Mit der erfolgreichen Zertifizierung zeigen wir, dass wir Verantwortung übernehmen für Mensch, Umwelt und zukünftige Generationen”, betonte Arne Johannes, der als Energiemanagementbeauftragter den Hut aufhat. Man merkt, dass das Thema für die Verantwortlichen nicht nur eine Pflichtaufgabe ist, sondern ein echtes Anliegen.
Ob man die ehrgeizigen Ziele am Ende wirklich punktgenau erreicht? Das wird man sehen, aber der Anfang ist gemacht. Zumindest ist das Bewusstsein bei allen jetzt ein Stück geschärft, auch wenn im Klinikalltag zwischen Schichtwechsel und Patientenversorgung sicher nicht immer Zeit für den letzten Blick auf den Thermostat bleibt.