Die Entwicklung des Kindes in Bildern: Maria Sturm in St. Pölten

Deckengemälde von Maria Sturm prägen die Hauptstiegenhäuser der Schule in St. Pölten. Die Eröffnung 1955 und ihre Lebensstationen im Überblick.
Zwei Deckengemälde der in Seitenstetten geborenen Malerin Maria Sturm geben der Dr.-Theodor-Körner-Schule in St.. Pölten eine besondere künstlerische Note.. ST.. PÖLTEN.. Am 2.. April 1955 eröffnete Bundespräsident Theodor Körner die nach ihm benannte Hauptschule (heute Mittelschule) in St.. Pölten.. Die künstlerische Ausgestaltung der beiden Hauptstiegenhäuser des (einstigen) Knaben- und Mädchentrakts lag in den Händen der in Seitenstetten geborenen Malerin und Pädagogin Maria Sturm (1913–1996).. “Frau Prof.. Maria Sturm hat die Deckengemälde entworfen und ausgeführt und
in ihnen die Entwicklung des Kindes zur Mutter und des Knaben zum Ingenieur dargestellt”, ist in der “St.. Pöltner Zeitung” im Beitrag zur feierlichen Eröffnung zu lesen.. Die zwei großflächigen Werke im denkmalgeschützten Gebäude zeichnen ein typisches Rollenbild von Mann und Frau, das damals stark verankert war.. Maria Sturm, Auszug aus ihrem selbstverfassten Lebenslauf, abgedruckt anlässlich der Ausstellung “Prof.. Maria Sturm – Aquarelle, Öl, Mischtechnik” in der Kleinen Galerie in der Stadtbücherei in St.. Pölten,
Dez.. 1975/Jän.. 1976: Nach der Matura ging ich an die Akademie der bildenden Künste in Wien, wo ich von 1934 bis 1938 (…) studierte.. Im Herbst 1938 legte ich die Lehramtsprüfung für Mittelschulen ab.. Anschließend wurde ich in den Schuldienst aufgenommen, den ich erst 1974 quittierte, nachdem ich die letzten 25 Jahre am Bundesgymnasium St.. Pölten tätig gewesen bin.. Von 1941 bis 1943 besuchte ich neben meiner eigenen Unterrichtstätigkeit jeweils nachmittags die Meisterschule für Malerei
(…).. Es war sehr anstrengend, aber der Meisterschulpreis der Akademie war die Trophäe, die ich davon heimbrachte.. Durch den Schuldienst (…) konnte ich immer nur in den Ferien einen größeren malerischen Auftrag ausführen.. Es entstanden Deckengemälde in einigen Kirchen wie Plankenstein, Langegg im Waldviertel, das flächenmäßig größte in Asperhofen bei Neulengbach (…).. Weitere Wandmalereien von mir befinden sich in der Gruftkapelle des Stiftes Seitenstetten, in der Pfarrkirche Ulmerfeld, in den Stiegenhäusern der Hauptschulen in St..
Pölten und Prinzersdorf.. (…) Die Wandbilder an den Stadtsälen sind in reiner Mörteltechnik.. Wichtiger Hinweis beim Eingang der Schule: “Betreten von schulfremden Personen verboten!” Alle Beiträge der MeinBezirk-Serie “Kunst im öffentlichen Raum”
Maria Sturm, Deckengemälde, St. Pölten, Dr.-Theodor-Körner-Schule, Mittelschule, öffentliche Kunst