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Kochtopf im Kühlschrank: Virologin warnt vor Gesundheitsrisiken

Eine Virologin rät, Essensreste nach dem Abkühlen nicht im Metalltopf im Kühlschrank zu lagern und stattdessen luftdicht umzuziehen.

Ein Kühlschrank kann für Essensreste zur Falle werden: Eine Virologin warnt davor, gekochte Speisen einfach im Topf oder in der Pfanne zu lassen, wenn sie später kalt werden.

Hintergrund ist die Frage, wie sich Kontaktzeiten zwischen Lebensmitteln und bestimmten Materialien auswirken können.. In einem Beitrag macht Océane Sorel, bekannt als @thefrenchvirologist, darauf aufmerksam, dass es bei Metall- und Beschichtungsmaterialien nicht nur um das Kochen selbst geht, sondern besonders um das, was danach passiert.. Der Fokus liegt damit auch auf dem Kochtopf im Kühlschrank.

Dabei nennt sie zwei Situationen, die aus ihrer Sicht besonders genauer betrachtet werden sollten.. Zum einen geht es um Kochgeschirr aus Edelstahl, Aluminium oder Gusseisen: Beim direkten Kontakt mit säurehaltigen Speisen können laut Sorel über längere Zeit Partikel in das Essen übergehen.. Während der eigentlichen Garzeit sei das Risiko eher gering, weil die Kontaktdauer kurz ist.. Kritischer werde es erst, wenn ein Gericht über Stunden kalt wird und der Kontakt entsprechend verlängert bleibt.

Kurz nachgelagert kommt der zweite Punkt: Beschichtete Pfannen.. Hier geht es um Oberflächen wie PTFE, oft als „Teflon“ bezeichnet, sowie um Keramikbeschichtungen.. Sorel argumentiert, dass solche Beschichtungen während längerer Lagerzeiten Mikroplastikpartikel an Lebensmittel abgeben könnten.. Besonders dann, wenn die Beschichtung bereits beschädigt ist, kann die Belastung zunehmen.

Ob und wie stark sich das alles konkret auf die menschliche Gesundheit auswirkt, ist zudem noch nicht abschließend geklärt.. Beim Thema Mikroplastik gebe es offene Fragen, betont die Virologin selbst: Zwar wurden entsprechende Partikel bereits in verschiedenen menschlichen Geweben nachgewiesen, dennoch seien die genauen Auswirkungen noch nicht vollständig verstanden.

Trotz dieser Unsicherheiten ist die praktische Konsequenz relativ einfach. Sorel empfiehlt, Essensreste nach dem Abkühlen in luftdichte Glasbehälter umzufüllen. So lässt sich der zusätzliche Kontakt mit potenziell problematischen Materialien in der Kühlschrank-Phase vermeiden.

Aus ihrer Sicht lohnt es sich auch, den Blick über die Pfanne hinaus zu richten: PFAS, schwer abbaubare Chemikalien, seien in vielen Produkten bereits vorhanden, etwa in Kleidung oder Verpackungen.. Gerade deshalb, so die Botschaft, sei es sinnvoll, in der eigenen Küche weitere Belastungen möglichst klein zu halten.

Am Ende zeigt sich: Es geht weniger um Panik, sondern um kleine Stellschrauben im Alltag. Wer Reste umfüllt, reduziert Kontaktzeiten und nimmt damit eine Empfehlung auf, die sich ohne großen Aufwand umsetzen lässt.