Alexander Zverev: Machtdemonstration gegen Cobolli in Madrid

Zverev revanchiert sich gegen Flavio Cobolli in Madrid deutlich und zieht ins Halbfinale ein. Dort trifft er auf Alexander Blockx.
Alexander Zverev hat die Enttäuschung aus München offenbar schnell abgehakt und mit einer Machtdemonstration gegen Cobolli in Madrid ein klares Zeichen gesetzt.
Beim Masters-1000-Turnier setzte sich der 29-Jährige überraschend deutlich mit 6:1, 6:4 gegen den Italiener Flavio Cobolli durch, der ihn vor knapp zwei Wochen in München noch besiegt hatte.. Zverev betonte nach dem Spiel, dass er nicht unbedingt mit dem Gedanken an Revanche in die Partie gegangen sei, sondern vor allem seine Leistung abrufen wollte.
Auffällig war dabei, wie stark er das Match von Beginn an kontrollierte. Cobolli wirkte phasenweise wie ein Spieler, der gegen den eigenen Rhythmus anarbeitet.
Im Halbfinale wartet nun Alexander Blockx. Der belgische Außenseiter setzte seinen Lauf in Madrid fort und erreichte das Halbfinale, was zeigt, dass das Turnier auch abseits der großen Namen Überraschungen bereithält.
Für Zverev ist das Viertelfinale-Halbfinale-Geschehen in dieser Saison ohnehin ein vertrautes Muster: Er hat bei allen vier Masters-1000-Turnieren bislang das Halbfinale erreicht.. Gleichzeitig geht es für ihn aber Schritt für Schritt weiter, denn die Hürde vor dem Finale will er jetzt ebenfalls nehmen.
Ein Blick auf den bisherigen Weg macht den Druck deutlich: In den vergangenen drei Semifinals war Zverev jeweils an Jannik Sinner gescheitert. Dieses Mal kann sich die Paarung zwar ändern, doch die Ausgangslage bleibt anspruchsvoll.
Nach der verletzungsbedingten Absage von Carlos Alcaraz steht Zverev im Rennen um den ganz großen Erfolg als Nummer zwei gesetzt, während Sinner als Weltranglistenerster den weiteren Weg ebenfalls im Blick hat. Sinner spielt im zweiten Halbfinale gegen Arthur Fils.
Zverevs Sieg lebte besonders von der Mischung aus Stabilität und Durchsetzungsvermögen. Im zweiten Satz steigerte sich Cobolli zwar spürbar, doch Zverev blieb vorn, holte im richtigen Moment ein entscheidendes Break und verwandelte nach 1:30 Stunden seinen ersten Matchball.
Zum Abschluss war auch die Bedeutung des nächsten Gegners klar: Blockx kommt mit viel Energie und hat in Madrid bereits gezeigt, dass er große Namen aus dem Konzept bringen kann. Für Zverev geht es damit nicht nur um Technik, sondern auch darum, den eigenen Takt zu halten, wenn das Spiel kippt.