Trump droht Iran mit Vernichtung: Auslands-Nachrichten bei Misryoum

Misryoum berichtet über politische Spannungen im Nahen Osten, Arbeitsplätze bei Biontech sowie EU-Gelder, Rumänien, Energiekrisen und weitere Meldungen.
Trump droht Iran mit Vernichtung USA-Präsident Trump hat dem Iran für den Fall von Angriffen auf US-amerikanische Schiffe mit Vernichtung gedroht.. Der Iran werde »von der Erde gefegt«, sollte er Schiffe angreifen, die im Rahmen seiner »Initiative« zur Öffnung der Straße von Hormus im Einsatz seien.. Die USA seien militärisch gut aufgestellt: Das Militär verfüge über mehr Waffen und Munition besserer Qualität als zuvor.. »Wir haben die beste Ausrüstung.. Wir haben überall auf der Welt
Material.. Wir haben überall auf der Welt Stützpunkte.. (…) Wir können all das Material einsetzen, und das werden wir auch tun, wenn es nötig ist.« Nicht äußern wollte sich Trump zu der Frage, ob die Waffenruhe mit dem Iran vorbei sei.. »Nun, das kann ich Ihnen nicht sagen«, sagte er.. Der USA-Präsident hatte am Sonntag eine »Initiative« mit dem Titel »Projekt Freiheit« verkündet mit dem Ziel, die Meerenge wieder für die Schifffahrt freizumachen.. Der iranische
Außenminister Abbas Araghtschi warnte die USA vor einer Fortsetzung ihrer »Initiative«.. Er schrieb auf X: »Projekt Freiheit ist Projekt Sackgasse.« Die Ereignisse in der Straße von Hormus machten deutlich, daß es keine militärische Lösung für eine politische Krise gebe.. Die Verhandlungen für ein Ende des Kriegs machten Fortschritte »dank des großen Einsatzes Pakistans«, das in dem Konflikt als Vermittler agiert.. Die USA sollten darauf achten, »sich nicht von böswilligen Kräften wieder in einen Sumpf hineinziehen
zu lassen«.. Außenminister Araghtschi reiste am Dienstag nach China, um mit seinem chinesischen Amtskollegen über Entwicklungen in der Region zu sprechen.. Biontech schließt Standorte 1.860 Arbeitsplätze in Gefahr Mainz – Der Impfstoffhersteller Biontech plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte.. Das Mainzer Unternehmen begründete die Einschnitte mit einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten und Kosteneinsparungen.. Betroffen von den Plänen seien die Produktionsstandorte in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie Standorte vom übernommenen Konkurrenten Curevac.. Insgesamt bis zu 1.860 Stellen
könnten von den Maßnahmen betroffen sein, kündigte das Management des Biopharma-Unternehmens an.. Geplant ist, die Standorte in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen bis Ende 2027 zu schließen.. Der Betrieb in Singapur soll voraussichtlich im ersten Quartal 2027 eingestellt werden.. Das Biopharma-Unternehmen rechnet nach vollständiger Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2029 mit wiederkehrenden jährlichen Einsparungen von bis zu rund 500 Millionen Euro.. Die Betriebsräte der betroffenen Standorte sprachen nach der Bekanntgabe der geplanten Werkschließungen von inakzeptablen und
verantwortungslosen Plänen des Managements.. Sie kündigten entschiedenen Widerstand der Beschäftigten an.. Die Gewerkschaft IG BCE kritisierte »den geplanten Kahlschlag«.. Im Konzern hätten offenbar endgültig die Rechenschieber das Regiment übernommen, sagte der Leiter des Landesbezirks Rheinland-Pfalz-Saarland, Roland Strasser.. Nachdem das Unternehmen 2024 mit Millionen in die roten Zahlen gerutscht war, wurde bereits ein Stellenabbau über drei Jahre bis Ende 2027 angekündigt.. Es sollte 950 bis 1.350 Vollzeitäquivalente weniger in Europa und Nordamerika geben.. In der Corona-Pandemie
war Biontech weltbekannt geworden, weil das Mainzer Unternehmen gemeinsam mit dem US-amerikanischen Partner Pfizer die erste Marktzulassung für einen Impfstoff gegen Covid-19 bekam.. Dieser spülte in der Folge Milliardengewinne in die Kassen des Mainzer Unternehmens.. Für 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 2,0 Milliarden und 2,3 Milliarden Euro.. Milliarden aus EU-Topf fließen nach Deutschland Brüssel – Deutschland hat weitere 4,6 Milliarden Euro aus dem in der Corona-Krise geschaffenen Fördermittelprogramm der EU erhalten.. Das Geld soll
unter anderem in Elektromobilität, Gebäudesanierung, Wasserstoff-Forschung und eine digitalere Verwaltung fließen, erklärte die EU-Kommission.. Konkret geht es um Subventionen beim Kauf von Elektrofahrzeugen sowie den Ausbau des Ladesäulen-Netzes.. Der sogenannte Corona-Aufbaufonds war 2021 geschaffen worden, um die wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie zu bewältigen.. Um die Hilfen zu erhalten, müssen Mitgliedstaaten einen Plan mit konkreten Investitions- und Reformvorhaben vorlegen.. Insgesamt stehen Deutschland rund 30 Milliarden Euro an Zuschüssen aus dem Fördertopf zu.. 80 Prozent davon
sind Kommissionsangaben zufolge nun ausgezahlt.. Prowestliche Regierung in Rumänien gestürzt Bukarest – In Rumänien ist die prowestliche Regierung unter dem bürgerlichen Ministerpräsidenten Ilie Bolojan durch ein Mißtrauensvotum mit großer Mehrheit im Parlament abgesetzt worden.. Den Antrag hatte die oppositionelle rechtsextreme Fraktion AUR zusammen mit den bis vor kurzem mitregierenden Sozialdemokraten (PSD) gestellt.. Sie begründeten diesen mit ihrer Kritik an Bolojans Sparpolitik sowie gegen einen von seiner Regierung geplanten Verkauf von Anteilen großer Staatsbetriebe.. 281 Abgeordnete
und Senatoren stimmten für den Antrag.. PSD und AUR haben zusammen nur 219 Mandate in Abgeordnetenhaus und Senat.. Für eine Annahme des Antrags hätten 233 Stimmen gereicht.. Nunmehr muß Staatspräsident Nicusor Dan dem Parlament einen neuen Kandidaten für das Amt des Regierungschefs vorschlagen.. Lehnt das Parlament zwei entsprechende Vorschläge nacheinander ab, darf der Staatschef das Parlament auflösen und vorgezogene Neuwahlen verfügen.. Präsident Dan hatte zuletzt erklärt, daß er keinen Kandidaten für das Amt des Premiers
nominieren werde, der von der »antiwestlichen« AUR unterstützt werde.. AUR ist nach PSD die stärkste Fraktion im Parlament.. EU und Armenien wollen Beziehungen vertiefen Jerewan – Die EU und die Armenien wollen künftig enger zusammenarbeiten.. Im Fokus sollen dabei vor allem »Sicherheit und Verteidigung« sowie Projekte in den Bereichen Energie, Verkehr und Digitales stehen, hieß es nach einem Gipfeltreffen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident António Costa und Premierminister Nikol Paschinjan in der Hauptstadt
Jerewan.. Die Südkaukasusrepublik Armenien grenzt an die Türkei, Georgien, den Iran sowie Aserbaidschan und strebt seit einiger Zeit in Richtung EU.. Die EU ist ein wichtiger Partner Armeniens, etwa für Handel und Investitionen, schon seit 2021 ist ein Partnerschaftsabkommen in Kraft.. Die EU hat ein geostrategisches Interesse, Länder wie Armenien an sich zu binden.. Der erste EU-Armenien-Gipfel habe die Partnerschaft auf eine neue Ebene gehoben sowie eine klare Richtung und Agenda für die kommenden Jahre
festgelegt, sagte von der Leyen nach dem Treffen in Jerewan.. »Im Mittelpunkt steht unser gemeinsames Engagement für Frieden und Stabilität in der Region.« Außerdem sei die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ein Schwerpunkt der Zusammenarbeit.. Außerdem vereinbarten die EU-Grenzschutzagentur Frontex und das armenische Innenministerium eine engere Kooperation im Grenz- und Migrationsmanagement.. »Schwerste Energiekrise aller Zeiten« Brüssel – Die Welt ist nach Einschätzung des Energiekommissars der Europäischen Union, Dan Jørgensen, mit der »wohl schwersten Energiekrise aller Zeiten«
konfrontiert.. »Seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bereits über 30 Milliarden Euro mehr für Importe fossiler Brennstoffe ausgegeben – ohne dafür zusätzliche Lieferungen zu erhalten«, sagte er in Brüssel.. Etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases wird normalerweise durch die Straße von Hormus transportiert.. Seit Beginn des Angriffskrieges der USA und Israels gegen den Iran ist der Schiffsverkehr durch diese Engstelle praktisch zum Erliegen gekommen, während
die USA zusätzlich eine Seeblockade gegen Schiffe verhängt haben, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen.. Zudem wurden in den vergangenen Monaten Energieproduktionsanlagen in mehreren Golfstaaten beschädigt.. Nach einem Kriegsende werde es voraussichtlich Jahre dauern, bis die Gasproduktion in der Region wieder normal laufe, sagte Jørgensen.. Die EU bereite sich auch auf mögliche Versorgungsengpässe vor, insbesondere bei Flugkraftstoff.. Er verwies auf eine neue »Beobachtungsstelle der EU«, die Daten zum vorhandenen Flugtreibstoff sammelt.. So wolle man auch
erkennen, falls politische Maßnahmen zur Koordinierung und Umverteilung nötig würden, sagte er.. Ermittlungen nach Amokfahrt in Leipzig Leipzig – Nach der tödlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt laufen die Ermittlungen zu der Tat weiter.. Der 33-jährige deutsche Tatverdächtige sollte am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.. Er war am Montagabend unmittelbar nach der Tat festgenommen worden.. Bei der Amokfahrt wurden eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann getötet.. Die genaue Zahl der Verletzten ist weiterhin unklar..
Drei Menschen wurden schwer verletzt, hinzu kommen zahlreiche weitere Betroffene.. Insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Ereignissen betroffen sein.. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie wegen versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.. Der 33-jährige Tatverdächtige war am späten Montagnachmittag mit einem weißen Auto vom Augustusplatz kommend über die Grimmaische Straße bis zum Markt gefahren, der Wagen erfaßte dabei mehrere Menschen.. Der Mann wurde noch im Fahrzeug von der Polizei festgenommen und
ließ sich widerstandslos festnehmen.. Trump-Recherchen dominieren Pulitzer-Preise New York – Die Pulitzer-Preise gehen in diesem Jahr an gleich mehrere Arbeiten zu den Auswirkungen der Politik von USA-Präsident Donald Trump.. »Wenig überraschend konzentrierte sich ein Großteil der Berichterstattung auf die umstrittensten Themen des Jahres 2025«, sagte Marjorie Miller bei der Verkündung der Sieger und nannte unter anderem Einwanderungspolitik, drastische Kürzungen der Entwicklungshilfe sowie die Akten zu Jeffrey Epstein und den Netzwerken um den Sexualstraftäter als Beispiele
für Einreichungen.. Die »Washington Post« wurde für ihre Recherche über die Auswirkungen der Umstrukturierung von Bundesbehörden durch die Trump-Administration ausgezeichnet.. Der »New York Times« wurde der Preis für Recherchen verliehen, die aufgedeckt hätten, wie Trump Macht zum finanziellen Vorteil seiner Familie ausspiele.. Mitarbeiter der »Chicago Tribune« erhielten den Preis für Berichterstattung über das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE in der Stadt.. Preise gab es auch für Berichte über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz, die verheerende Flut im
Bundesstaat Texas sowie die Zerstörung in Gaza.. Einen Sonderpreis erhielt die Journalistin Julie K.. Brown vom »Miami Herald« für ihre Recherchen in den Jahren 2017 und 2018 rund um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und den Mißbrauch junger Frauen.. Pulitzer-Verwalterin Marjorie Miller stellte die Auszeichnung ausdrücklich als Bekenntnis zu Pressefreiheit in Zeiten wachsenden Drucks auf Medien dar.. Man stehe für Diskurs und gegen Zensur.. Die Pulitzer-Preise gelten als wichtigste Journalismus-Auszeichnung der Welt.. Sie werden aber auch
für Literatur sowie für Musik und Theater vergeben.