Startschuss in Scharnitz für die Sommerkonzerte 2026

Es riecht noch leicht nach dem kalten Frühjahr in der Luft, als ich durch den Ort laufe, aber die Vorbereitungen für das, was kommt, sind nicht zu überhören. In Scharnitz geht es am 18. April 2026 endlich wieder los mit den Sommerkonzerten. Pünktlich um 19:30 Uhr – je nachdem wie das Wetter mitspielt, also entweder draußen im Pavillon oder eben drin im Gemeindesaal – eröffnet die Musikkapelle Scharnitz die Saison. Ein musikalischer Roadtrip, der einen von Tirol bis in die Rocky Mountains führt, zumindest wenn man dem diesjährigen Motto Glauben schenken darf. Ob das wirklich so weit reicht? Nun ja, der Bogen ist jedenfalls gespannt.
Es ist schon beachtlich, was die Planer da wieder auf die Beine gestellt haben. Über 50 Termine stehen auf dem Plan, und wir reden hier von einer Dauer von etwa 170 Tagen. Man reist quasi musikalisch von Texas über Alabama bis hin zur Schweiz, alles ohne den Koffer packen zu müssen. Wobei, ein Instrument müsste man vielleicht doch dabei haben. Oder zumindest Spaß an der Sache, was bei der Musikkapelle Scharnitz eigentlich nie ein Problem ist.
Traditionell ist das Ganze natürlich tief verwurzelt. Die Kapelle gibt es schon seit 1804. Man stelle sich das mal vor – so lange schon. Heute stehen da Leute auf der Bühne, die sind erst sieben, und andere sind schon 84 Jahre alt. Das ist diese Art von generationenübergreifendem Zusammenhalt, die man im Dorfalltag manchmal fast vergisst. Und dann spielen sie eben alles, von alten Märschen bis zu moderneren Sachen, was halt gerade passt oder worauf sie Lust haben.
Die Sommerkonzerte sind über die Jahre zu einem echten Fixpunkt geworden. Nicht nur in Scharnitz selbst, sondern in der ganzen Region Seefeld. Es ist wie eine Kette, die sich durch Leutasch, Seefeld und Reith zieht. Immer wieder neue Gruppen, mal national, mal international, und natürlich Kapellen aus ganz Tirol.
Der Terminkalender ist jedenfalls voll. Ob das alles so reibungslos läuft wie in den Jahren zuvor? Da habe ich eigentlich wenig Zweifel, schließlich ist das hier schon Routine auf hohem Niveau. Es ist gut, dass das wieder stattfindet. Musik im Freien, wenn es endlich mal wärmer wird, das hat schon was. Also, 18. April, 19:30 Uhr.
Man muss den Auftakt nicht verpassen – oder vielleicht doch, falls es regnet und man den Saal nicht mag, aber das ist eine andere Geschichte.