NHL-Star Draisaitl lässt WM-Teilnahme nach Playoff-Aus offen

Leon Draisaitl bleibt nach dem frühen Playoff-Aus mit Blick auf die WM-Teilnahme wegen seiner Knieverletzung zunächst abwartend.
Leon Draisaitl gibt nach dem frühen Playoff-Aus seiner Edmonton Oilers keine schnelle Antwort zur Teilnahme an der Eishockey-Weltmeisterschaft.
Nach der 2:5-Niederlage gegen die Anaheim Ducks sagte der 30-Jährige, er wisse aktuell noch nicht, ob er im Mai in der Schweiz auflaufen könne. Ausschlaggebend sei dabei unter anderem sein Knie, das ihn weiterhin beschäftige.
Dabei war Draisaitl erst kurz vor den Playoffs nach einer Verletzungspause wieder ins Spielgeschehen zurückgekehrt. Dass es am Ende nicht für das Weiterkommen reichte, konnte er trotz seiner punktstarken Vorstellung in den sechs Spielen mit drei Toren und sieben Vorlagen nicht verhindern.
Dass ein WM-Entscheid bei einer laufenden Reha oft hinausgezögert wird, ist im Spitzensport nichts Ungewöhnliches. Gerade nach einer Rückkehr auf das Eis stellt sich häufig erst später heraus, wie belastbar ein Spieler wirklich ist.
Auch bei seinem Teamkollegen Josh Samanski rückt das Thema nun in den Vordergrund. Der 24-Jährige erklärte, er wolle sich zunächst auf seine Leistung fokussiert haben und werde anschließend gemeinsam mit dem Team abwägen, was als Nächstes für ihn ansteht.
Für Samanski war es in dieser Saison die erste NHL-Spielzeit. In den Playoffs erzielte er ein Tor und bereitete einen Treffer vor, bevor die Serie beendet war.
In solchen Situationen entscheiden Vereine und Spieler meist nicht nur nach dem sportlichen Gefühl, sondern auch nach dem Timing von Regeneration und Teamplanung. Das macht den Blick auf die WM gerade nach einem kurzen Saisonende besonders relevant.
Parallel gibt es in der deutschen Delegation weitere Überlegungen: Zuletzt hatte NHL-Topverteidiger Moritz Seider angekündigt, bei der WM im Mai für Deutschland spielen zu wollen.
Seider, der sich nach dem Saisonaus der Detroit Red Wings derzeit in Mannheim von einer Verletzung erholt, sprach dabei von einem erklärten Ziel. Gleichzeitig betonte er, dass er rechtzeitig fit werden müsse, um realistisch planen zu können.
Ob Draisaitl und damit auch das Gesamtkonzept der deutschen Spieler eine WM-Teilnahme ermöglicht, hängt damit vor allem von der weiteren Entwicklung seiner Verletzung ab. Für die WM-Planung ist diese Phase entscheidend, weil jede Entscheidung letztlich auch den Zeitplan der Vorbereitung prägt.