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Neuer Resistenzweg in Rümelingen wird am 21. April eingeweiht

In Rümelingen braut sich etwas zusammen – aber im positiven Sinne. Am 21. April ist es endlich so weit, der neue Resistenzweg wird offiziell eingeweiht. Bürgermeister Henri Haine hat das Projekt zusammen mit Luca Ivesic vorgestellt, und man merkt, dass hier eine lange Geschichte dahintersteckt. Die Idee dazu geisterte bereits seit rund zehn Jahren durch die Köpfe der Verantwortlichen, bis sie nun endlich in greifbare Nähe rückte. Haine betonte, dass die Stadt hier wirklich das Zepter in die Hand genommen hat, vom Konzept bis zu den historischen Texten.

Besonders die Zusammenarbeit mit dem nationalen Resistenzmuseum in Esch war wohl ein echter Glücksgriff. Man merkt, dass dort ein intensiver Austausch stattgefunden hat, um die Tafeln mit Inhalten zu füllen. Der Duft von frischem Metall und der kalte Wind, der an diesem Vormittag durch die Grubenlandschaft pfiff, passten irgendwie zur Schwere des Themas – ein seltsamer Kontrast zur modernen Technik der Informationstafeln.

Es geht aber nicht nur um Geschichtsbuch-Wissen. Haine findet es wichtig, gerade jungen Menschen klarzumachen, was damals passiert ist. Wenn man sieht, wie Rechtspopulisten heute wieder mit alten Floskeln um sich werfen, dann ist dieser Weg vielleicht mehr als nur eine touristische Route. Man will zeigen, welches Leid die deutsche Besatzung über die Menschen brachte. Oder vielleicht auch, wie wichtig Widerstand ist. Ja, Widerstand – ein Begriff, der heute fast schon wieder zu oft gebraucht wird, aber hier, an den Schauplätzen von damals, bekommt er eine ganz eigene Schwere.

Der Rundweg erstreckt sich über 4,7 Kilometer, von Rümelingen bis nach Tetingen. Insgesamt zwölf Tafeln aus Cortenstahl stehen dort verstreut, jede erzählt eine andere Geschichte. Mal geht es um Kollaboration, mal um die Rolle der Frauen oder um ganz persönliche Tragödien. Der Startpunkt ist übrigens direkt am Parkplatz des nationalen Eisenerzmuseums, dort gibt es eine Tafel, die an das Versteck für Verfolgte in einer alten Eisenerzgrube erinnert. Das ist schon ein ziemlicher Kontrast zu unserem heutigen Alltag, oder? Man kann den Weg übrigens an jedem Punkt beginnen, was ich ziemlich praktisch finde. Wer mag, kann sich per QR-Code auch die Broschüre oder den Audioguide ziehen.

Und dann ist da noch die Einweihungswoche vom 19. bis zum 23. April. Es gibt einiges an Programm – Führungen, Filme, Konferenzen. Man sollte sich aber anmelden, falls man irgendwo dabei sein will, da die Plätze wohl begrenzt sind. Details dazu findet man auf der Seite der Gemeinde.

Ach, eine mobile Ausstellung gibt es auch noch. Die steht zur Eröffnung im Museum und wandert danach ins Rathaus. Ob es irgendwann regelmäßige Führungen geben wird? Haine schließt das nicht aus, besonders für Schulen scheint das eine Option zu sein. Mal sehen, wie das Angebot angenommen wird – vielleicht ist das ja ein Anfang für ein stärkeres Bewusstsein in der Region.

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