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Maibaum-Brauch eskaliert: Alko-Duo sägt Baum um und verletzt Zeugin

Ein nächtlicher Vorfall in Tulbing sorgte für Entsetzen, als zwei junge Männer einen Maibaum fällten und eine Zeugin dabei fast lebensgefährlich verletzten.

Ein eigentlich festlicher Brauch endete in der Nacht zum 1. Mai in Tulbing in einer gefährlichen Eskalation. Zwei junge Männer aus dem Bezirk Tulln, im Alter von 21 und 23 Jahren, rückten mit einer Motorsäge aus, um einen Maibaum illegal zu Fall zu bringen.

Der Baum stürzte dabei so unkontrolliert zu Boden, dass eine anwesende Person nur knapp einem schweren Unglück entging. Die Aktion löste sofortiges Entsetzen bei den Augenzeugen aus.

Diese Situation zeigt deutlich, wie aus einer vermeintlich harmlosen Tradition durch Leichtsinn und Alkohol eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Sicherheit werden kann.

Eine 42-jährige Frau versuchte mutig einzugreifen, indem sie die beiden Männer bis zu deren Fluchtfahrzeug verfolgte. Als sie den Beifahrer zur Rede stellen wollte, setzte der Fahrer das Auto in Bewegung und schleifte die Frau dabei über eine Strecke von etwa zwei bis drei Metern mit.

Glücklicherweise trug die Frau bei diesem riskanten Vorfall keine körperlichen Verletzungen davon. Dennoch verdeutlicht der Zwischenfall, wie schnell die Situation für unbeteiligte Zivilpersonen gefährlich eskalieren kann, wenn Täter unter Alkoholeinfluss stehen.

In der Folge der Ermittlungen durch die Polizei St. Andrä-Wördern stellten sich die Verdächtigen schließlich selbst bei den Behörden. Sie räumten das Geschehen ein, was zu einer schnellen Aufarbeitung des Vorfalls durch Misryoum führte.

Der 21-jährige Fahrer muss nun die Konsequenzen tragen: Aufgrund seiner Alkoholisierung wurde ihm vorläufig der Führerschein entzogen. Gegen beide Männer wurden entsprechende Anzeigen bei der Bezirkshauptmannschaft Tulln sowie der Staatsanwaltschaft St. Pölten erstattet.

Die nun folgenden rechtlichen Schritte sollen sicherstellen, dass solche rücksichtslosen Taten im Rahmen des Brauchtums nicht folgenlos bleiben. Behörden und Öffentlichkeit beobachten das Verfahren mit Aufmerksamkeit.

Solche Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit, traditionelle Bräuche stets im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und mit dem gebotenen Respekt vor der Sicherheit der Mitmenschen auszuüben.