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LASK träumt nach Sturmlauf an die Tabellenspitze vom Double

Der LASK startet mit Rückenwind ins Cupfinale: Nach Konstanz und klaren Erfolgen peilt Linz erneut das Double an. Für Sturm bleibt die Offensive trotz neuer Ansätze schwierig.

Der LASK ist in der Meistergruppe in einen Lauf geraten, der plötzlich wieder nach großen Nächten klingt. Am 1. Mai steht für die Linzer das Cupfinale gegen Altach an – der erste Schritt Richtung Double.

LASK: Drei Siege, zwei Remis – und plötzlich wieder Endspiele

Entscheidend dabei: Der LASK kann auch ohne einzelne Leistungsträger funktionieren.. Diesmal fehlen die gesperrten Joao Tornich und Samuel Adeniran, doch der Eindruck ist, dass die Mannschaft intern die nötigen Rollenwechsel und Anpassungen hinbekommt.. Genau diese Fähigkeit macht im Saisonendspurt den Unterschied, weil die Liga in der Meistergruppe nicht mehr „Trainingsspiele“ anbietet, sondern jedes Duell wie ein Endspiel behandelt.

„Das war wichtig, dass wir den Dreier eingefahren sind.. Jetzt ist dann Cupfinale, dann kommt Rapid, das sind alles so Endspiele“, sagte Kühbauer am Sonntagabend.. Damit setzt er klar auf eine Reihenfolge, die sich in der Tabelle schnell rächen kann: Erst die Trophäe, dann die nächsten Schlüsselpartien.

Hartberg geschlagen: 3:0 nach der Pause – Kalajdzic trifft „wie aus dem Nichts“

Ein Detail bleibt besonders hängen: In der Nachspielzeit schraubte die Mannschaft das Ergebnis abermals nach oben.. Christoph Lang traf, danach Sasa Kalajdzic – und Kühbauer fand dafür Worte, die eher nach Moment als nach Plan klangen.. Kalajdzic, der auch schon zum 2:0 getroffen hatte, überhob dabei von der Mittellinie den Zweimeter-Tormann Tom Hülsmann.. Dass er anschließend viel Lob einheimste, passt ins Bild: Wenn ein Spiel gegen tiefstehende Gegner kippt, ist oft genau diese Art von Einzelaktion der Hebel.

Doppel-Plan mit Blick nach vorne: Gegner Rapid, Salzburg und Austria

Auch der Blick auf die eigene Entwicklung spielt eine Rolle.. Der Verlauf zeigt, wie schnell sich ein Saisonbild drehen kann: vom Abwerbezeitpunkt im Oktober, als der LASK noch unter Druck stand, bis zu einer Mannschaft, die in den letzten Wochen das Gefühl von „Konstanz“ liefert.. Genau dieses Gefühl dürfte im Umfeld nun für mehr Ruhe sorgen – und gleichzeitig den Druck erhöhen, weil ein Double nun realistisch wirkt.

Sturm: Offensivkrise trotz defensiver Stabilität – 400 Minuten ohne Tor

Ex-Torjäger und Sky-Experte Marc Janko brachte es auf den Punkt: Mit Beton vor dem eigenen Tor werde es extrem schwer, und jedes Scouting-Kriterium für die Treffsicherheit scheint derzeit nicht genug zu funktionieren.. Ingolitsch selbst sprach nach dem vierten Remis in Folge davon, man müsse sich „etwas überlegen“, um wieder torgefährlicher zu werden.. Das Ziel bleibt klar: Spiele gewinnen, um am Ende auf einem guten Platz zu stehen.

Besonders auffällig ist der Ertrag aus den Offensivpositionen: Seedy Jatta, Maurice Malone, Axel Kayombo und auch der Winter-Leihstürmer Rory Wilson kommen in den sieben Spielen der Meistergruppe gemeinsam nur auf wenige Treffer.. Zudem fehlen verletzungsbedingt wichtige Optionen wie Leon Grgic, Filip Rozga und Belmin Beganovic – das erklärt manches, löst das Problem aber nicht komplett.

Austria: „Spiegelbild“ der Meistergruppe – 1:0 geführt, Druckphase überstanden

Austria-Kapitän Manfred Fischer ordnete das Geschehen als Spiegelbild: Wenn man 1:0 in Führung geht, die Möglichkeit hat, den Sack zuzumachen, dann aber in einer entscheidenden Phase in Druck gerät, wird es schwer.. Plavotic hatte bereits nach dem Spiel beschrieben, dass nach dem Führungstreffer mehr Konsequenz in Richtung zweite Treffer gut gewesen wäre – statt nur hinten zu verteidigen.. Aus Sicht der Austria war es dann eine kurze, intensive Phase, in der Sturm noch einmal alles versuchte.

Wichtig ist die Einordnung in der Tabelle: Die Violetten sind auf Platz fünf, und auch rechnerisch ist Meisterschaft für sie nun nicht mehr möglich. Das nimmt dem Restprogramm zwar etwas von der Dramatik, gleichzeitig bleibt aber genug Spannung für die nächsten Ziele – sportlich wie auch mental.

Für den Meisterschafts-Plot bedeutet das: Während der LASK den nächsten Schritt Richtung Double vorbereiten kann, wird bei Sturm die Debatte über die Offensive lauter bleiben.. Und je näher das Saisonfinale rückt, desto schneller werden kleine Unterschiede – Tore, Timing, Nerven – zu großen Erzählungen.