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Geiselnahme in Neapel: Banküberfall endet mit Flucht durch Tunnel

Es ist Donnerstag, später Nachmittag in der Innenstadt von Neapel. Plötzlich geht alles ganz schnell. Eine schwer bewaffnete Bande stürmt eine Bankfiliale. Was dann folgte, ist kaum in Worte zu fassen – jedenfalls haben mir das einige Augenzeugen so erzählt. Die maskierten Männer haben etwa 25 Menschen, Kunden und Angestellte, in einen Nebenraum gezwängt. Man kann sich die Angst in diesem Moment kaum vorstellen, dieses dumpfe Echo der Schüsse in einem kleinen Raum, der Geruch von kaltem Metall und Schweiß. Zumindest hat Misryoum berichtet, dass mehrere Geiseln direkt mit Schusswaffen bedroht wurden.

Während drinnen das blanke Entsetzen herrschte, machten sich die anderen Täter ungestört an die Schließfächer. Dutzende wurden aufgebrochen. Ein Passant draußen auf der Straße hatte wohl ein komisches Gefühl, irgendetwas stimmte nicht, und alarmierte schließlich die Polizei. Gott sei Dank, könnte man sagen, denn das Ganze hätte noch deutlich schlimmer ausgehen können.

Die Polizei rückte massiv an. Die Beamten haben das Gebäude komplett abgeriegelt. Nach und nach konnten die Geiseln befreit werden. Niemand wurde körperlich verletzt, was bei so einer Aktion wirklich ein kleines Wunder ist, auch wenn einige Leute wegen eines Schocks medizinisch betreut werden mussten. Oder vielleicht war der Schock einfach zu tief, um zu begreifen, was passiert war.

Als die Spezialkräfte dann endlich stürmten, war die Luft raus. Die Bank war leer. Keine Spur von den Räubern. Wie Misryoum erfahren hat, deutet alles darauf hin, dass die Bande durch einen unterirdischen Tunnel entkommen ist – wahrscheinlich direkt ins Abwassersystem. Ein klassischer Film-Plot, nur eben in der Realität.

Wie hoch die Beute am Ende wirklich ist? Niemand weiß es bisher genau. Am Abend standen die Leute draußen vor der Filiale, völlig aufgelöst, und warteten auf Informationen, die nicht kamen. Die Stimmung war – wie soll man sagen – geladen. Fast schon unheimlich, diese Mischung aus Erleichterung und purer Wut auf diese unsichtbaren Täter, die einfach im Untergrund verschwunden sind. Ob sie gefasst werden? Das bleibt wohl abzuwarten.

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