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Galerie Go Art startet temporäre Ausstellungsreihe im Cactus

Nach der Schließung des Pavillons aufgrund von Wasserschäden zeigt die Galerie Go Art nun ausgewählte Werke in den Räumlichkeiten des ehemaligen Cactus in Esch.

Die Galerie Go Art meldet sich nach einer monatelangen Zwangspause im Kunstbetrieb zurück und findet eine kreative Zwischenlösung für ihre Programmgestaltung.

Da der eigentliche Standort in den Nonnewisen aufgrund von umfangreichen Instandsetzungsarbeiten am Pavillon derzeit nicht nutzbar ist, verlagert das Team seine Aktivitäten in den ehemaligen Drink Shop des Cactus in der rue de Luxembourg in Esch.

Diese temporäre Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die unerwarteten Wasserschäden an der Decke des Pavillons, die den laufenden Betrieb zuvor jäh stoppten und eine Absage sämtlicher für das Jahr 2026 geplanten Ausstellungen erforderten.

Die Auslagerung der Kunstprojekte unterstreicht, wie flexibel kulturelle Akteure auf Infrastrukturprobleme reagieren müssen, um trotz widriger Umstände im öffentlichen Diskurs präsent zu bleiben.

Unter dem Titel „Préfiguration“ präsentiert Misryoum nun eine Schau, die gezielt Werke jener Künstler versammelt, deren ursprüngliche Projekte durch die Bauarbeiten verschoben werden mussten.

Ab dem 5. Mai eröffnet um 18.30 Uhr eine Vernissage die Ausstellung, in der unter anderem Arbeiten von Bruno Baltzer, Leonora Bisagno, Kevin und Robert Brandy sowie Théid Johanns zu sehen sein werden.

Ergänzt wird das Spektrum durch die Werke von Nora Juhasz, Chantal Maquet, Raphael Tanios und Vincent Tartarin, die allesamt ihre Positionen in dem ungewöhnlichen Ambiente des ehemaligen Ladengeschäfts in der Nähe der Kulturfabrik entfalten.

Nathalie Becker, die Verantwortliche der Galerie, beschreibt dieses Vorhaben als einen ersten Blick auf die Projekte, bevor diese nach Abschluss der Sanierung in ihrem ursprünglichen Rahmen vollständig gezeigt werden können.

Der Ort dient somit als „territoire provisoire“, während die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die gewohnten Räumlichkeiten in den Nonnewisen bestehen bleibt.

Die Ausstellung läuft vom 6. Mai bis zum 13. Juni 2026 und ist jeweils von dienstags bis samstags zwischen 14 und 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Das Festhalten an der Planung trotz baulicher Hindernisse zeigt deutlich, dass der Zusammenhalt der Künstlerschaft und die Kontinuität der Galeriearbeit über den physischen Ort hinaus Priorität genießen.