Elsy Jacobs: Maïté Barthels hofft auf einen besseren Saisonstart

Maïté Barthels spricht vor dem Festival Elsy Jacobs über ihre Saison, Ziele und warum sie im Rennen auf Technik, Ausdauer und Chancen in der Ausreißergruppe setzt.
Kurz vor dem Festival Elsy Jacobs richtet sich der Fokus bei Maïté Barthels vor allem auf eines: dass es diesmal besser läuft.
Die Rennfahrerin berichtet, dass ihre Saison bislang ein Mix aus Straßen- und Gravelrennen war.. Im ersten Straßenrennen kam es gleich zu einem Sturz, die Ergebnisse in den folgenden Rennen seien dann jedoch „ganz in Ordnung“ gewesen.. Am vergangenen Wochenende ging es außerdem in den Niederlanden bei einem UCI-Gravel-Rennen weiter.
In diesem Kontext gilt für Barthels eine klare persönliche Neigung: Cyclocross bleibt ihre Lieblingsdisziplin, Gravel schätzt sie wegen der Kombination aus Technik und Ausdauer. Dabei beschreibt sie sich selbst eher als „Diesel“, der vor allem lange Distanzen gut abkann.
Dass sie bislang in verschiedenen Disziplinen unterwegs ist, zeigt, wie stark sich ihr Trainingsansatz gerade am Bedarf der Rennen orientiert.
Seit 2023 fährt Barthels wieder im Trikot ihres Klubs CT Atertdaul.. Eine feste Teamlösung sei nicht einfach zu finden, ideal wäre für sie ein Cross- oder Gravel-Team, das sich vor allem über Resultate definiert.. Für reine Cross-Mannschaften gebe es mittlerweile weniger Möglichkeiten, einige würden mit Straßenstrukturen zusammengeführt, dennoch könne sie an den Wettkämpfen teilnehmen.
Auch im familiären Umfeld sieht Barthels klare Unterstützung: Während ihr Vater in erster Linie die Räder betreut, organisiert ihre Mutter alles Weitere. Gerade beim Cyclocross, wo sie häufig im Ausland unterwegs ist, sei dieses „Family Business“ besonders wertvoll.
Für das Festival Elsy Jacobs formuliert Barthels konkrete Erwartungen.. In einer Mannschaft mit drei Isländerinnen will sie vor allem nach dem ersten Tag mehr Klarheit über die eigenen Optionen bekommen.. Sollte sich die Gelegenheit bieten, in eine Ausreißergruppe zu gelangen, will sie diese Chance nutzen, auch weil das Rennen live übertragen wird.
Nach zwei Jahren mit jeweils einem Sturz am ersten Tag hofft sie diesmal auf einen besseren Verlauf. Das habe damals den zweiten Tag stark beeinflusst, weil sie sich bereits früh Körner „aufgebraucht“ habe. Ziel sei es, in eine vordere Gruppe zu kommen, um eine gute Platzierung zu erreichen.
Beim Streckenprofil sieht Barthels gemischte Reize: Die welligeren Rundkurse der belgischen Rennen gefallen ihr grundsätzlich besser als die flachen Abschnitte, obwohl sie sie aus dem Wettbewerb kennt.. Die Strecke in Cessingen wirke zunächst weniger schwierig, dürfte aber für alle anstrengend werden.
Am Ende geht es für sie jedoch nicht nur um das Festival selbst: Nach dem Rennen steht unter anderem ein UCI-Gravel-Series-Wettkampf in Valkenburg auf dem Plan.. Danach folgt mit der Nationalmannschaft die Niederösterreich-Rundfahrt, außerdem freut sie sich auf die zweite Ausgabe des Gravel-Rennens in Vianden und plant nach den Landesmeisterschaften einen Start bei der Gravel-EM.