Über 600.000 € entdeckt: Drogenlager nach blutigem Streit ausgehoben

Ein blutiger Streit in Enzesfeld-Lindabrunn führte zur Entdeckung eines umfangreichen Drogennetzwerks und Suchtgift im Wert von über 600.000 Euro.
Ein blutiger Zwischenfall in einer Wohnung in Enzesfeld-Lindabrunn hat ein weitverzweigtes Drogennetzwerk im Bezirk Baden auffliegen lassen.. Als ein schwer verletzter Mann am Morgen des 20.. April aus einer Wohnung floh, löste dies einen Polizeieinsatz aus, der tief in die Strukturen einer serbischen Tätergruppe blicken ließ.
Seit Beginn des vergangenen Jahres hatten Ermittler den Verdacht, dass Suchtgift in großem Stil nach Österreich geschmuggelt, im Bezirk Baden zwischengelagert und anschließend in weitere EU-Länder wie Deutschland, Tschechien, Ungarn und Slowenien exportiert wurde.. Ein 38-jähriger Serbe stand dabei im Fokus der polizeilichen Nachforschungen.
Die Eskalation zwischen dem 38-Jährigen und einem 40-jährigen Österreicher entzündete sich an offenen Geldschulden aus illegalen Drogengeschäften. Während der 38-Jährige nach seiner Flucht ins Krankenhaus eingeliefert wurde, klickten für den 40-jährigen Kontrahenten noch vor Ort die Handschellen.
*Dieser Vorfall verdeutlicht, wie oft interne Konflikte in kriminellen Milieus als Schwachstelle dienen, die verdeckte Machenschaften schließlich ans Licht der Öffentlichkeit befördern.*
Im Zuge der weiteren Befragungen legte der 38-Jährige ein Geständnis ab.. Er räumte ein, im Auftrag des 40-Jährigen zwischen Sommer 2024 und April 2026 etwa 15 Kilogramm Kokain in Österreich abgesetzt zu haben.. Weitere Mengen im einstelligen Kilogrammbereich seien für den Export in das benachbarte Ausland bestimmt gewesen.
Der entscheidende Hinweis auf das versteckte Lager kam letztlich durch die präzise Arbeit von Diensthund „Ornella vom Grenzturm“.. Bei koordinierten Hausdurchsuchungen und Fahrzeugkontrollen spürte das Tier insgesamt sieben Kilogramm Kokain sowie acht Kilogramm Cannabisharz auf.. Die Ermittler von Misryoum beziffern den Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen auf etwa 645.000 Euro.
Der 40-jährige Hauptverdächtige verweigert bislang die Aussage gegenüber den Behörden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden beide Männer in die Justizanstalt Wien-Josefstadt überstellt, wo sie nun auf das weitere Verfahren warten müssen.
*Die Sicherstellung dieser erheblichen Drogenmenge unterstreicht die Wirksamkeit polizeilicher Spürhunde bei der Aufdeckung von Depots, die bei rein klassischen Durchsuchungen möglicherweise unentdeckt geblieben wären.*