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Crystal Palace weiter: Halbfinal-Träume und ein Österreicher-Duell

Der Freiburger Lauf ist einfach nicht zu stoppen. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen Celta Vigo legten sie in Galizien eiskalt ein 3:1 nach. Igor Matanovic und Yuito Suzuki – zweimal – haben das Ding quasi im Alleingang gedreht, während die Hausherren kaum Land sahen. Kurios: Philipp Lienhart musste in der 71. Minute raus. Erst sah es nach einer Verletzung aus, aber Entwarnung: wohl nur muskuläre Probleme. Ich meine, man kennt das ja, lieber einmal zu früh runter vom Feld, als dass da noch was reißt.

Misryoum berichtet zudem von einem echten Krimi in Sevilla. Florian Grillitsch ist mit Braga weiter, und das nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand bei Betis. Die haben sich echt zurückgekämpft, 4:2 am Ende. Wahnsinn, oder? Grillitsch hat das ganze Spiel durchgezogen, das ist schon eine Ansage. Braga steht damit zum zweiten Mal nach 2011 im Halbfinale. Ob es diesmal reicht? Damals war im Finale gegen Porto Schluss, aber diesmal ist Porto ja schon draußen, weil Nottingham Forest das besser gelöst hat — wobei das 1:0 gegen Porto auch extrem glücklich war.

Nottingham trifft jetzt auf Aston Villa, die Bologna mal eben mit 4:0 nach Hause geschickt haben. Da brennt gar nichts an bei den Engländern.

Und dann ist da noch Oliver Glasner mit Crystal Palace in der Conference League. Glasner, der Fuchs, will sich wohl mit einem Titel verabschieden, bevor er bei den Londonern aufhört. Trotz einer 1:2-Niederlage gegen Schachtar Donezk – ja, die Serie von sechs Spielen ohne Pleite ist gerissen – sind sie durch. Im Halbfinale wartet jetzt also Donezk. Oder war das Straßburg? Moment, kurz nachschauen. Ach ja, Straßburg hat Mainz richtig alt aussehen lassen. 4:0 für Racing Straßburg, die haben die 2:0-Führung aus dem Hinspiel für Mainz komplett gedreht. Stefan Posch hat bei Mainz durchgespielt, aber beim 0:3 ziemlich alt ausgesehen, als er sich austanzen ließ.

Man muss schon sagen, Fußball schreibt manchmal einfach die absurdesten Geschichten. Da verspielt Mainz alles, was sie sich aufgebaut haben, und bei Palace scheint es unter Glasner irgendwie wie am Schnürchen zu laufen – auch wenn es heute mal kurz gehakt hat. Aber so ist das Geschäft. Ob das mit dem Titel für Glasner klappt? Wäre eine schöne Geschichte, so als Abschied. Ich bin gespannt, was da im Halbfinale Ende April passiert.

Emanuel Emegha, früher Sturm Graz, hat übrigens bei Straßburg den Deckel draufgemacht, nachdem er erst einen Elfer verschossen hatte. Typisch, oder? Erst verballern und dann doch noch treffen. Es roch nach Rasen und leichtem Regen, als die Nachricht über den Einzug von Straßburg reinkam. Die Konzentration in der Luft war fast greifbar.

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