Brand in Ostvictorbur: Feuerwehr verhindert Explosionen im Schuppen

Es war ein Donnerstagabend, der für die Einsatzkräfte in Ostvictorbur so gar nicht nach Feierabend aussah. Als der Alarm gegen 22.06 Uhr die Stille zerriss, wusste wohl niemand so genau, was ihn an der Ostvictorburer Straße erwarten würde. Der Geruch von verbranntem Holz und Kunststoff lag schon schwer in der Luft, als die ersten Fahrzeuge eintrafen. Acht Einheiten aus Victorbur, Oldeborg und Uthwerdum rasten zum Ort des Geschehens — ein Anblick, der selbst erfahrenen Kräften kurz den Atem raubt, denn die Gebäudehälfte stand bereits in Vollbrand.
Sven Janssen von der Feuerwehr berichtete später, dass die Hitze so extrem war, dass die Fensterscheiben der Tür einfach weggeplatzt sind. Flammen schlugen einem regelrecht entgegen. Ein Albtraum für jeden, der da rein muss. Man kann sich das kaum vorstellen, wie man da bei dieser Hitze noch ruhig bleibt und an die Gasflaschen denkt, die da drin gelagert waren. Oder vielleicht doch? Die Jungs wissen ja, was zu tun ist, auch wenn das Adrenalin wahrscheinlich bis zur Decke schießt.
Die Rettung der Gasflaschen war der Knackpunkt. Hätten die Dinger hochgejagt – nicht auszudenken. Das Team hat wirklich schnell reagiert. Mit einem Unterflurhydranten auf der Auffahrt hatten sie zum Glück direkt Zugriff auf genug Wasser, was bei so einem Einsatz ja die halbe Miete ist. Atemschutztrupps drangen unter vollem Einsatz vor, Tore wurden aufgebrochen, alles musste gleichzeitig gehen.
65 Einsatzkräfte waren vor Ort. Über zwei Stunden lang kämpften sie gegen das Feuer, bis endlich „Feuer aus“ gemeldet werden konnte. Es ist schon ein ziemlicher Aufwand, wenn man bedenkt, dass es „nur“ um einen Schuppen geht. Aber bei der Gefahr durch die Flaschen? Da zögert keiner lange.
Verletzt wurde zum Glück niemand, was bei so einem Szenario wirklich keine Selbstverständlichkeit ist. Der Energieversorger war da, Rettungsdienst, Polizei – die ganze Palette. Nachdem das Gröbste gelöscht war, kamen dann die mühsamen Nachlöscharbeiten. Glutnester suchen ist die undankbare Arbeit zum Schluss, wenn man eigentlich nur noch nach Hause will.
Was bleibt, ist die Erleichterung, dass es bei einem Sachschaden geblieben ist, auch wenn der Anblick der ausgebrannten Ruine sicher noch länger im Gedächtnis bleibt. Vielleicht sollte man öfter mal an die Leute denken, die da mitten in der Nacht raus müssen – oder einfach mal kurz innehalten, bevor man den nächsten Grillabend mit Gasflaschen plant. Na ja, wie auch immer, der Einsatz war erfolgreich.