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Apple kratzen am Rekordhoch: Quartalsbilanz trifft Erwartungen

Apple treibt die Aktie nach starken Quartalszahlen und positiven Aussichten nahe an das Rekordhoch. Doch Risiken bleiben bei Halbleiterpreisen.

Apple-Aktien schieben sich am Freitag wieder Richtung Rekordhoch, nachdem die Quartalsbilanz und die Geschäftsaussichten des Konzerns für Auftrieb sorgten.

Die Papiere des iPhone-Herstellers legten zeitweise um fast sechs Prozent zu und näherten sich damit der früheren Bestmarke von Dezember deutlich an. In der Spitze wurden gut 287 US-Dollar erreicht, nachdem zuvor ein Kurskorridor die letzten Wochen geprägt hatte.

Dieser Schritt wirkt vor allem deshalb wie ein Impuls: Nach einer Phase der Zurückhaltung drehen viele Anleger erst dann vermehrt auf, wenn Zahlen und Ausblick zusammenpassen.

Im vergangenen Quartal stieg der Gewinn im Jahresvergleich um gut 19 Prozent auf 29,58 Milliarden US-Dollar. Der Konzernchef machte dabei die Nachfrage nach der aktuellen iPhone-Modellreihe als wichtigen Treiber deutlich.

Mit Blick auf die weitere Unternehmensführung verwies Apple zudem auf den bevorstehenden Wechsel an der Spitze: Tim Cook gibt den Job am 1. September an den bisherigen Hardware-Manager John Ternus ab. Bis dahin soll Cook den Kurs als Gewinnbringer weiter belegen.

Dass der Wechselzeitpunkt parallel zur Kursreaktion diskutiert wird, zeigt, wie eng an der Börse operative Ergebnisse und Management-Narrative miteinander verknüpft sind.

Unterdessen lenkt Misryoum den Fokus darauf, dass Apple auch von der Entwicklung der Wechselkurse profitiert haben dürfte. Besonders im Absatzmarkt China habe der Umsatz zuletzt deutlich zulegen können.

Gleichzeitig gibt es aber einen wachsenden Unsicherheitsfaktor: Analysten warnen vor möglichen Preissteigerungen bei Halbleitern, die in iPhones verwendet werden. Besonders Memory-Chips könnten sich demnach im zweiten Quartal spürbar verteuern.

Wenn die Kosten schneller wachsen als die Erwartungen am Markt, kann das die Marge belasten, auch wenn die kurzfristigen Zahlen insgesamt stark wirken.

Am Ende bleibt die Lage zweigeteilt: Apple schafft es, operativ zu überzeugen und die Aktie wieder nach oben zu ziehen, während die Kostenentwicklung bei wichtigen Komponenten die Stimmung im Hintergrund weiterhin dämpfen könnte.