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Warum 100 Liebesbriefe an die Stadt Gütersloh ins Rathaus flatterten

Mehr als 100 Liebesbriefe machten die Kampagne „Mehr Herzklopfen für Gütersloh“ zum Herzensprojekt. Jetzt geht die Website online.

100 Liebesbriefe, ein städtisches Rathaus und eine Botschaft, die sofort nach Nähe klingt: In Gütersloh wurde die Kampagne „Mehr Herzklopfen für Gütersloh“ jetzt sichtbar weitergedacht.

Gütersloh (gl) kündigt dafür einen neuen digitalen Anlaufpunkt an: Die Zentrenmanagement-Seite ist seit kurzem online und bündelt Informationen zu Projekten und Aufgaben des Netzwerks.. Bürgerinnen und Bürger sollen dort unter anderem nachvollziehen können, wofür das Zentrenmanagement steht, welche Ziele verfolgt werden und wie sich die Innenstadt weiterentwickeln soll.

Zentrenmanagement bedeutet in diesem Fall nicht nur Verwaltung, sondern eine Schnittstelle: Stadtplanung, Marketing und Wirtschaftsförderung wirken zusammen, damit Ideen aus Handel, Gastronomie, Immobilienwirtschaft und Stadtgesellschaft in konkrete Schritte übersetzt werden können.

Auf der Webseite werden laut Mitteilung auch bisherige Erfolgsgeschichten, laufende Vorhaben in der Innenstadt sowie Fördermöglichkeiten und Visionen dargestellt.. Ergänzt wird das Angebot durch Kontakte zu den Fachleuten, damit Interessierte nicht im Ungefähren landen, sondern direkt wissen, an wen sie sich wenden können.. Der Grundton ist dabei klar: bestehende Strukturen sichern, neue Impulse setzen und die Attraktivität der Innenstadt nachhaltig erhöhen.

Der Start der Website fällt zeitlich mit dem Höhepunkt der Valentinskampagne zusammen.. Mit „Mehr Herzklopfen für Gütersloh“ hatten das Zentrenmanagement und die Stadt ihre Mitmachenden eingeladen, Verbundenheit in persönlichen Worten auszudrücken.. Das Ergebnis: Mehr als 100 Liebesbriefe, die unterschiedliche Blickwinkel auf Gütersloh zeigen und vor allem eines transportieren, was viele offenbar gemeinsam haben, nämlich das Gefühl, dass die Stadt für Menschen lebenswert ist.

Dass sich so viele Menschen mit Briefen beteiligt haben, ist mehr als eine romantische Aktion: Es zeigt, wie stark Identifikation mit dem Ort sein kann und wie gut sich so etwas in Öffentlichkeitsarbeit und Innenstadtpolitik übersetzen lässt.

Zum Launch veröffentlicht das Zentrenmanagement zusätzlich ein Video.. Darin stellen vier Gütersloher Persönlichkeiten ausgewählte Liebesbriefe vor.. Mitgewirkt haben Philipp Fleiter, der aus seinem Podcast „Verbrechen von nebenan“ bekannt ist, sowie die Sängerin Johanna Löhr.. Ebenso dabei sind Matthias Borner, Autor der Ostwestfälisch-Sprachführer-Reihe, und die langjährige Stadtführerin Brunhilde Kohls.

Die Mitwirkenden sorgen dafür, dass aus den eingesandten Worten mehr wird als Text auf Papier: Der kurze Film bringt die ausgewählten Briefe in Szene und macht die Vielfalt der Einsendungen sichtbar. Eine Auswahl der schönsten Liebesbriefe ist zudem auch online einsehbar.

Am Ende geht es bei all dem nicht nur um einen Webseiten-Start oder einen Kampagnenabschluss. Entscheidend ist, dass die Stadt den Ton der Beteiligung beibehält: Herzliche Geschichten können dabei helfen, Innenstadtprojekte greifbarer zu machen und Menschen stärker einzubinden.

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