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Schweizer Slalom-Meisterschaften: Mächler und Egloff triumphieren

Der Schnee in St. Moritz war heute Morgen noch richtig griffig, fast schon ein wenig zu hart, wenn man den Stimmen der Athleten Glauben schenken darf. Reto Mächler hat das wohl nicht gestört. Er fuhr ein beeindruckendes Rennen und sicherte sich zum Abschluss der Schweizer Meisterschaften den Titel im Slalom. Mit seinem Vorsprung von 37 Hundertsteln auf Joel Lütolf hat er eigentlich keine Zweifel aufkommen lassen, auch wenn das Feld – nun ja, man hätte vielleicht noch etwas mehr Spektakel erwartet.

Eigentlich schade, dass große Namen wie Loïc Meillard gar nicht erst am Start waren. Dafür durfte sich das Publikum über Daniel Yule freuen, der mit Bronze nach Hause geht. Sieben Weltcupsiege im Rücken sind eben auch ein Wort, auch wenn er heute vielleicht nicht ganz das Tempo der Spitze mitgehen konnte. Oder vielleicht war er auch einfach nicht mehr voll bei der Sache, wer weiß das schon so genau.

Bei den Damen gab es das fast schon erwartete Duell. Selina Egloff aus dem Bündnerland hat ihren Titel erfolgreich verteidigt. Das war eine ziemlich knappe Kiste gegen Aline Danioth, nur 41 Hundertstel haben sie am Ende getrennt. Man spürt förmlich, wie viel Kraft in diesen Kurven steckt, wenn man am Streckenrand steht und nur das Quietschen der Kanten auf dem Eis hört. Das ist ein Geräusch, das man so schnell nicht vergisst, wenn man einmal nah genug dran war.

Interessant war auch der dritte Platz bei den Frauen, den sich Eliane Christen und Aline Höpli einfach teilen durften. Wendy Holdener hat das Podest um Haaresbreite – also zwölf Hundertstel – verpasst. Das ist bitter, aber so ist der Sport eben. Manchmal fehlen Zentimeter, manchmal nur dieser eine Wimpernschlag im Kopf. Camille Rast war heute übrigens gar nicht da, was das Feld ein Stück weit geöffnet hat.

Alles in allem ein solider Abschluss. Die Saison geht zu Ende, die Koffer werden gepackt. Man merkt den Fahrern die Erschöpfung an, die langen Monate auf der Piste fordern ihren Tribut. Ein bisschen ruhiger wird es jetzt wohl, zumindest für eine Weile, bevor das Training wieder losgeht – oder vielleicht doch erst einmal Urlaub?

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